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Reutershagen Aufbruchstimmung im Krischanweg

Von Torben Hinz | 13.09.2011, 08:39 Uhr

Sein Haus ist Rudolf Beyreis altersbedingt zu groß geworden, um es vernünftig bewirtschaften zu können.

"Ich gehe schließlich auf die 80 zu", sagt der 78-Jährige. Deswegen hat er nicht lange überlegt und sich eine der neu entstehenden Eigentumswohnungen im Krischanweg gesichert. "Ich bleibe in meinem Kiez", sagt der Reutershäger - sein bereits verkauftes Haus steht nur ein paar Straßen weiter. Zum gestrigen symbolischen Spatenstich schaute er schon mal bei seinem neuen Zuhause vorbei.

Dort wird derzeit an einem ersten, 22 000 Quadratmeter großen Bauabschnitt gearbeitet. Neben den vier Stadtvillen, in denen die ersten 23 Eigentumswohnungen untergebracht sind, entstehen auf der insgesamt 4,6 Hektar großen Fläche auch 49 weitere Baugrundstücke für Mehrfamilienhäuser. Und die Nachfrage für das gesamte Gebiet ist groß: "Wir haben bereits 18 der 47 geplanten Wohnungen und 40 der Eigenheimgrundstücke verkauft", sagt Helge Meyer, Vertriebsleiter Immobilien bei der Ostseesparkasse. Er übernimmt im Auftrag von Investor Ulrich Dombrowski die Vermarktung.

Mischung aus Rentnern und Familien

Die einziehende Klientel ist gemischt. Während die barrierefreien Wohnungen besonders als Altersruhesitz gefragt sind, ziehen die Eigenheimgrundstücke vor allem junge Rostocker Familien an. Sie finden von Schulen bis zu Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung alles vor, was sie im Alltag benötigen. Ende des Monats sollen die Grundstücke so weit erschlossen sein, dass die ersten Häuser in die Höhe wachsen können. Die Flächen sind 400 bis 800 Quadratmeter groß und kosten zwischen 160 und 230 Euro pro Quadratmeter. Besonders begehrt sind die hinteren Grundstücke mit Blick ins Grüne, für das die umliegenden Kleingärten sorgen. "Die sind als Erstes weg gewesen", sagt Meyer.

Wohnungskäufer Beyreis freut die bunte Mischung. Kinder würden das Gebiet beleben. Er selbst hat eine Tochter, für die das alte Haus im Erbfall aber ebenfalls zu groß sei. Auch mit Blick darauf will und muss Beyreis im März oder April kommenden Jahres umziehen. "Mein Käufer für das Haus steht schon in den Startlöchern", sagt er. Deswegen hofft er auf einen reibungslosen Bauablauf und einen milderen Winter als in den zurückliegenden Jahren.

Dass er sich in seiner neuen Drei-Raum-Wohnung wohl fühlen wird, verspricht Vermarkter Meyer: "Die Innenausstattung passen wir individuell an die Wünsche der Kunden an." Außerdem gehören zu jeder Wohneinheit ein Balkon sowie ein Kellerraum. Für die ersten beiden Häuser sind die Keller bereits ausgehoben.

Erst am vergangenen Freitag hat Investor Dombrowski die Baugenehmigung erhalten. Er hat das Projekt von der Delta Projekt GmbH Ostseebad Nienhagen abgekauft und setzt es nun mithilfe der Ostseesparkasse um, die die Finanzierung und Vermarktung übernimmt. Mehrere leer stehende Industriehallen mussten zuvor abgerissen werden. Auch der städtische Bebauungsplan wurde in einem langen Prozess umgeändert. "Ursprünglich war das hier als Gewerbegebiet ausgezeichnet, jetzt ist es ein reines Wohngebiet", sagt Dombrowski.

Investor hat Erfahrung mit Großprojekten

Der Investor hat bereits Erfahrung mit Großprojekten dieser Art. Mit seiner 1989 gegründeten Dombrowski Bau GmbH hat der 57-Jährige unter anderem die komplette Randbebauung im Yachthafen Kühlungsborn übernommen. Neben der Bummelmeile war er auch schon für die dahinter gelegenen Ferienhäuser und für Projekte in Rerik sowie Bargeshagen verantwortlich.