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Norddeutsche Neueste Nachrichten Ausbau nach Plan: Liegeplatz 2 fertig

Von Nicole Pätzold | 01.09.2011, 08:34 Uhr

In weniger als einem Jahr ist am Rostocker Fracht- und Fischereihafen am Alten Hafen Nord 215 eine neue Umschlagfläche und der Liegeplatz 2 ausgebaut worden.

Damit verfügt die Fischereihafen GmbH über nunmehr neun Liegeplätze für den Umschlag von Gütern. Gestern wurde Liegeplatz 2 von Größen aus Wirtschaft und Politik feierlich in Betrieb genommen. Die Umsetzung der Infrastrukturmaßnahme lag bei der Inros Lackner AG.

164 Meter Kaikante neu saniert

Der Liegeplatz bedeutet für den Fischereihafen vor allem eines: eine steigende Umschlagskapazität und damitdie Möglichkeit mit den steigenden Anforderungen des Marktes mitzuhalten. Im letzten Jahr wurde eine besondere Hürde genommen. 1 Millionen Tonnen Güter, Stückgut, Metall, Massen- und Schwergut wurden umgeschlagen. Der Liegplatz soll diese Leistung noch steigern. Daniele Priebe, Geschäftsführerin des Fischereihafens, zieht Bilanz: "Der Ausbau von Liegeplatz 2 gehört zu einer langfristigen Planung. Vor acht bis neun Jahren haben wir überlegt, wie es weitergehen soll, wie wir Stabilität in das Umschlagsgeschäft bekommen". Nach einer Gleiswaage und einer Umschlagfläche westlich von Liegeplatz 2 wurde der neue Liegeplatz nun als drittes großes Projekt fertiggestellt. Für Uwe Lembcke, den Geschäftsführer des Planungsbüros Inros Lackner war der Tag nicht nur freudig. Er übergab den Liegeplatz an die Fracht- und Fischereihafen GmbH und verabschiedete sich damit auch von einem monatelangen Projekt. "Wir haben in einem Jahr wirklich viel geschafft", sagte Lembcke. 164 Meter Kaitkante des Liegeplatzes 2 am nördlichen Hafenbecken wurden neu saniert. Eine alte Lagerhalle wurde abgebaut und angrenzend entstanden auf 9000 Quadratmetern eine Umschlagfläche für Rundholz, Stück- und Massengut. Vorrangig soll am Liegeplatz 2 Holz über die Kaikante gehen. Durch die ausreichende Zwischelagerfläche müssen Frachter während des Umschlags nicht mehr ihre Position ändern. So ist die Be- und Entladung schneller und einfacher möglich. 4,9 Millionen Euro sind in die Infrastrukturmaßnahme investiert worden. 4 Millionen davon stammen aus Bundesmitteln. Durch Unterstützung des Landes und der Hansestadt ist diese Ausbaumaßnahme aus dem Bundes-Förderprogramm zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur von Seehäfen gefördert worden.

Neue Umschlagfläche, neue Arbeitsplätze

"Rostock ist die Hafenstadt des Landes und der Fischereihafen ein Beispiel dafür, dass Fördermittel sinnvoll sind", sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann bei der feierlichen Übergabe. Im Hafen direkt sind 60 Personen beschäftigt. Nach Inbetriebnahme des neuen Platzes sollen acht weitere Arbeitsplätze entstehen. "Das erste Mal seit der Wende haben wir weniger als 100 000 Arbeitslose. Der Rostocker Fischereihafen hat daran einen hohen Anteil. Er sorgt für Arbeitsplätze", sagte Schlotmann. Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens unterstrich, dass sich der Hafen in den letzten 20 Jahren in bemerkenswerter Weise entwickelt und für die Stadt 2500 Stellen geschaffen habe. Der Rostocker Fischereihafen und die Steigerung der Umschläge durch Leigeplatz 2 bedeuten auch einen Erfolg für die wirtschaftliche Entwicklung der Hansestadt, sagte Jens. Das hätte auch Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung und würde Perspektiven für junge Leute schaffen.