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Phosphor-Alarm am Strand von Graal-Müritz Badegast nimmt "falschen Bernstein" auf - Feuerwehr muss Strandabschnitte evakuieren

Von Stefan Tretropp | 03.08.2019, 13:41 Uhr

Wie es hieß, kam der Besucher mit dem Phosphor in Kontakt, welches daraufhin zu qualmen und später zu brennen begann.

Ein Badegast hat am Strand von Graal-Müritz am Samstagvormittag so genannten "falschen Bernstein" - also Phosphor - gefunden. Kurz darauf rückten Feuerwehr und Polizei an und sperrten den Strand in diesem Bereich ab. Zu dem Fund kam es laut Aussagen der Polizei gegen 10.15 Uhr am Ostseestrand auf Höhe des Rhododendronparks.

Wie es hieß, kam der Besucher mit dem Phosphor in Kontakt, welches daraufhin zu qualmen und später zu brennen begann. Die verständigte Freiwillige Feuerwehr Graal-Müritz veranlasste zunächst die Sperrung mehrerer Strandaufgänge rund um den Fundort. Wenig später traf auch die Polizei ein, um den Fund zu untersuchen. Weiterer Phosphor wurde nach ersten Erkenntnissen aber nicht gefunden. Der so genannte "falsche Bernstein" - ein kleinerer Brocken - verbrannte unter Aufsicht der Feuerwehr vollständig.

Selbstentzündend und nicht mit Wasser löschbar

Gegen Mittag konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Wie gefährlich Phosphor ist, zeigte sich Anfang 2014 an der Ostsee im Kreis Plön, wo ein Strandspaziergänger versehentlich anstatt Bernstein Phosphor aufsammelte und in die Hosentasche steckte. Die Kleidung des Mannes begann daraufhin zu brennen. Er erlitt schwerste Brandverletzungen. Weißer Phosphor ist selbstentzündend, hochgiftig, im Meer unbegrenzt beständig und kann deshalb nicht mit Wasser gelöscht werden. Es kann leicht mit Bernstein verwechselt werden, deshalb der Name "falscher Bernstein".