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Basketball Play-offs Schade, es ist vorbei für die Seawolves

Von Andreas Fuchs | 16.04.2019, 00:28 Uhr

Die Saison ist nach dem 85:91 gegen die Hamburg Towers beendet. Dabei führte Rostock vier Minuten vor Ende noch 81:77.

Was für ein dramatischer Basketball-Abend, und was nahm er für ein bedauerliches Ende!

Nach 64:79 auswärts, 94:79 zu Hause und erneut in der Wilhelmsburger edel-optics.de-Arena einem 74:84 stieg gestern Abend Spiel vier des Play-off-Viertelfinals der 2. Bundesliga ProA.

Wer wird im Semifinale Gegner der Niners Chemnitz, darum ging es – und geht es leider nicht noch immer: Das lange Zeit so greifbar nahe Entscheidungsspiel morgen Abend findet nicht statt, mit 85:91 unterlagen die Rostock Seawolves den Hamburg Towers, die damit die Serie „Best of five“ mit 3:1 für sich entschieden.

Vor 3497 Zuschauern in der Stadthalle erobern die Wölfe nach dem 0:1 sofort einen Vorsprung und bestreiten die ersten zehn Minuten fast durchgängig von vorn, führen klar (11:3, 19:12). Die Gäste holen mit Dreiern auf, gleichen zum 17:17 aus und liegen kurz vor Ende des ersten Viertels wieder in Führung: 22:21. Die Seawolves aber retournieren durch Tony Hicks – 23:22.

Der zweite Durchgang: Die Rostocker gehen durch konzentrierte Würfe von der Freiwurflinie sowie Dreier von Terrell Harris und Martin Bogdanov auf 37:30. Aber es bleibt eine ganz enge Kiste (das Viertel endet 25:25): abermals Hamburg vorn – 43:41. Die Wölfe reagieren nervenstark und gehen mit einem 48:47 in die Halbzeit.

Nach dem 48:49 legen die Gastgeber auch im dritten Abschnitt (19:17) ständig vor. Beim 67:64 geht es in die letzten zehn Minuten.

Die Seawolves ziehen mit einem Superstart auf 71:64 weg. Hamburg kommt zurück (77:73), macht dann aber viele Leichte nicht, was die Ostseestädter nutzen. Beim 81:77 sieht es super aus für sie. Aber Basketball ist ein schnelllebiges Spiel… Tom Alte tritt zu zwei Freiwürfen an und wird zum Unglücksraben – kein Korb. Die Gäste sind im entscheidenden Moment da, sind einfach abgezockter und drehen die Begegnung zum 85:81. Der Rest ist Formsache. Das letzte Viertel endet für sich 18:27…

Damit endet für die Seawolves eine beeindruckende Saison, in der sie als Aufsteiger Platz fünf der Hauptrunde (die Towers waren Vierter) belegten unf frühzeitig den Klassenerhalt sicherten.

„Es war ein Auf und Ab. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Wir führen mit vier Punkten vier Minuten vor Schluss. Eigentlich müssen wir das nach Hause bringen“, so ein tief enttäuschter Seawolves-Point Guard Martin Bogdanov.

Seawolves: Hicks 21, Harris 21, Anzuluni 13, Jost 4, Clay 8, Cardenas, Bogdanov 7, Alte 11, Talbert, Frazier, Bryant, Teucher (nicht eingesetzt)