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Pulverturm Rostock Baupläne nehmen Form an

Von TOHI | 05.02.2018, 05:00 Uhr

Am Pulverturm in der Südstadt sollen neun Wohnblocks, Uni-Einrichtungen und eine neue Kita entstehen. #wirkoennenrichtig

Insgesamt neun neue Wohnblöcke sollen im Gebiet am Pulverturm zwischen Max-Planck- und Albert-Einstein-Straße gebaut werden. Das erklärt Rostocks Chefstadtplaner Ralph Müller und legt damit erstmals konkrete Ausführungen für das Areal vor. Demnach sollen die Häuser alle fünf Geschosse umfassen. „Die Eigentümer würden gerne noch zwei Etagen drauf und einen Block dazu packen“, sagt Müller. Das sei aber aus Gestaltungsgründen abzulehnen. Vier der Häuser sind auf der Westseite der Kleingartenanlage An’n schewen Barg platziert, fünf weitere zwischen dem Institut für Chemie und dem Fuß- und Radweg Beim Pulverturm.

Der Weg „soll die zentrale Achse sein, mit einem kleinen grünen Aufenthaltsbereich“, so Müller. Daher sei er unbedingt zu erhalten. In dem Bebauungsplangebiet werden zudem die Kirche, das Studentenwerk und langfristig die Universität aktiv. „Die Kirche will da einen eigenen Kindergarten bauen“, erklärt Müller. Dieser sei an der nordwestlichen Ecke der Kleingartenanlage An’n schewen Barg eingeordnet.

Die Pläne des Studierendenwerks sehen vor, vier der Wohnheime in der Max-Planck-Straße zu erweitern. Dazu sollen achtgeschossige Anbauten als punktuelle Ergänzungen an die jeweiligen Treppenhäuser gesetzt werden. Für mögliche Erweiterungen der Universität oder den Bau ihr zugehöriger Einrichtungen wollen die Stadtplaner alle Flächen entlang der Albert-Einstein-Straße reservieren. Das ganze Areal sei „seit DDR-Zeiten Entwicklungsgebiet“, sagt Müller. Den Streit um den Erhalt der Kleingartenanlage An’n schewen Barg hatte die Bürgerschaft zugunsten der Vereinsmitglieder entschieden. So war es ihnen stets zugesichert worden und dafür hatten sich auch Verband und Ortsbeirat stark gemacht. Alle anderen Kleingartenvereine müssen dort langfristig weichen.

Müller rechnet damit, dass im nächsten Jahr die Erschließung beginnen kann. Der B-Plan solle bis Ende 2019 fertig sein. Allerdings bilden die Eigentumsverhältnisse noch eine große Hürde, die es zu nehmen gelte. Der Hansestadt würden nur Teile der Flächen gehören, erklärt Müller. Weitere Eigentümer seien verschiedene Kirchen, das Land Mecklenburg-Vorpommern, Genossenschaften sowie mehrere Privatpersonen. Daher „müssen wir erst mal gucken, wie man diese Grundstücke sortiert“, so Müller.