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Stadtmitte Bürgerstiftung verteilt Finanzspritzen

Von Torben Hinz | 21.03.2013, 10:22 Uhr

Klinikclowns, Rollstuhlfechter und Nachwuchsmusiker durften sich gestern über eine Finanzspritze der Hanseatischen Bürgerstiftung Rostock freuen.

Im Festsaal des Rathauses verteilten deren Mitglieder 10 300 Euro an zwölf Projekte und Vereine. "Bewerber gab es doppelt so viele", sagt Stiftungsvorstand Wolfgang Grieger. Und das Betätigungsspektrum werde immer breiter: "Früher haben wir viel für eigene Vorhaben gesammelt, heute sind es immer mehr andere Organisationen, die Geld benötigen, um eigene Projekte zu fördern", so Grieger. Diese Hilfe zur Hilfe sei besonders da, wo es um Jugendliche und sozial Benachteiligte gehe, ganz in seinem Sinne.

Unter anderem nahm Martina Kelsch von der Grundschule Schmarl 750 Euro in Empfang. Mit dem Geld sollen fünf oder sechs Tablet-PCs für Kinder mit Schreibschwäche angeschafft werden. "Diese Hilfe ist ganz wichtig für uns - wir haben nicht so eine große Lobby wie Privatschulen", sagt Kelsch. Ebenfalls 750 Euro bekam Dieter Loho von den Rostocker Rotznasen-Klinikclowns im Einsatz, damit er ein Treffen für mehr als 30 Clowns und Theaterschaffende aus ganz Deutschland organisieren kann. "Unsere Motivation ist es, den Menschen Freude zu bringen, insbesondere denen, die es sonst nicht so leicht haben", sagt Loho. Deswegen besuchen die Rotznasen mehr als zehnmal monatlich Rostocker Kliniken und Seniorenheime.

"Das alles ist nur durch die große Spendenbereitschaft möglich", sagt Grieger. Aktuell betrage das Stiftungskapital fast 500 000 Euro, bei der Gründung vor acht Jahren war es noch halb so viel. "Bei uns sind auch Fünf-Euro-Spenden willkommen", sagt Grieger. Geld für die Rostocker Grundschüler soll darüber hinaus ein neues Projekt in die Kasse spülen: ein Bürgerbrunch am 9. Juni auf dem Universitätsplatz. Außerdem hat die Stiftung ein Lesepaten-Projekt in der Grundschule Schmarl gestartet: Ehrenamtliche Helfer üben mit den Kindern und verschaffen ihnen so ein soziales Umfeld.