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Graal-Müritz Buhnen sollen erneuert werden

Von kindlera | 26.06.2018, 08:00 Uhr

Gemeinde will 33 Reihen zwischen Campingplatz und Wiedortschneise sanieren. Kosten betragen knapp 900 000 Euro.

Der feine Sandstrand ist eines der touristischen Aushängeschilder von Graal-Müritz. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, sollen die Buhnen zwischen Ostseecamp und westlicher Ortsgrenze komplett erneuert werden. „Seit geraumer Zeit gibt es Kritik wegen der Verschlechterung der Strandqualität im Bereich zwischen Campingplatz und Wiedortschneise“, teilt Bürgermeister Frank Giese (parteilos) zum aktuellen Sachstand mit. Zur Behebung dieses Mangels sei diese Maßnahme daher für die Gemeinde von grundlegender Bedeutung. „Ohne diese Buhnenreihen findet nicht nur ein Abtrag statt, sondern es ergibt sich eine deutlich sichtbare Verschlechterung der Strandqualität – die Buhnenreihen befördern das Anlanden feinsandiger Sedimente, die die Strandqualität ausmachen“, heißt es als Begründung in der Beschlussvorlage, mit der sich die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstag befassen werden.

Insgesamt 33 Buhnen sollen auf der Strecke Wiedortschneise und Ostseecamp erneuert werden. Das Problem dabei: Sowohl das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) als auch das Umweltministerium sehen sich außerhalb geschlossener Ortschaften nicht für den Küstenschutz zuständig. Lediglich fünf Buhnen im Bereich des Campingplatzes will das Stalu MM sanieren. Die Kosten für die restlichen 28 Reihen müsste die Gemeinde tragen. Pro Reihe schätzt sie die Kosten auf 50 000 Euro, plus weitere 19 200 Euro je Buhne für deren Entfernung. Auf Nachfrage wurde Bürgermeister Frank Giese vom Wirtschaftsministerium jedoch eine Finanzspritze mittels touristischer Infrastrukturförderung in Aussicht gestellt. Und auch mit der Hansestadt Rostock konnte eine Vereinbarung getroffen werden, da sie „auch auf der westlichen Seite der Wiedortschneise ein touristisches Interesse bekundet hat“, so Giese. Gemeinsam sollen für 19 Buhnen Fördermittel beantragt werden.

Laut Kostenschätzung würde die Erneuerung der Buhnen die Gemeinde samt Entfernung der alten insgesamt etwa 868 600 Euro kosten. Bei einer Förderung mit einer Zuschussquote von 90 Prozent bliebe für Graal-Müritz ein Eigenanteil von 86 860 Euro bestehen. Zudem, so Frank Giese, habe der Betreiber des Ostseecamps eine Beteiligung am Eigenanteil der Gemeinde über 30 000 Euro angekündigt.