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Corona-Krise 83. Warnemünder Woche wird auf 2021 verschoben

Von NNN | 27.03.2020, 15:52 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Die für den 4. bis 12. Juli angekündigte Segelveranstaltung wird dieses Jahr nicht stattfinden.

Nun also doch: Die 83. Warnemünder Woche wird nicht wie geplant vom 4. bis 12. Juli stattfinden, sondern in den Sommer 2021 verschoben. Die Unwägbarkeiten wären einfach zu groß, da noch kein Ende bei der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Sicht sei, teilte die Tourismuszentrale mit.

"Die Gesundheit aller Gäste, Sportler, Helfer und Mitarbeiter steht für uns an allererster Stelle", begründet Tourismusdirektor Matthias Fromm diese Entscheidung. "Im Juli Hunderttausende Besucher und Sportler aus der ganzen Welt in Warnemünde zu begrüßen, um ein sportliches und kulturelles Sommerfest zu feiern, ist aktuell nicht möglich."

Die Warnemünder Woche um ein Jahr zu verschieben, sei nicht leicht gefallen, aber nach Rücksprache mit allen Beteiligten sei es das Richtige. Das zusätzliche Jahr biete zudem die Möglichkeit, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, um die Warnemünder Woche noch attraktiver zu gestalten, sagt Fromm.

Vorbereitungen werden direkt aufgenommen

Sportdirektor Peter Ramcke ergänzt: "Alle Wettfahrten fallen für die Warnemünder Woche aus". Er sei bereits im Austausch mit den Aktiven und Vertretern verschiedener Klassen für 2021. "Wir werden ein dann sportliches Programm präsentieren, das sich sehen lassen kann und freuen uns auf die Warnemünder Woche 2021", sagt er.

Auch Ralf Bergel vom Warnemünder Segel-Club und ehrenamtlicher Chairman der Warnemünder Woche untermauert den Standpunkt der anderen: "Wir haben alle Optionen geprüft und sind zum Entschluss gekommen, dass eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt aus logistischen und organisatorischen Gründen in diesem Jahr leider nicht möglich ist", sagt er.

"Die Warnemünder Woche lebt von den hochkarätigen internationalen Segelwettbewerben, wie Europa- und Weltmeisterschaften." 2019 waren 38 Nationen zu Gast. "Das ist auch unser Ziel für 2021. Dafür stürzen wir uns jetzt in die Vorbereitungen."

"Wirtschaftlich ein Tiefschlag"

Auch der Warnemünde Verein, der gemeinsam mit Jörg Bludau vom KVS-Service das Sommerfest an Land einschließlich der offiziellen Eröffnungsfeier und dem traditionellen Niegen Ümgang organisiert, schließt sich der Entscheidung an.

"Wir sind natürlich traurig darüber, dass wir in diesem Jahr nicht fröhlich und unbeschwert in Warnemünde feiern können, doch das Risiko wäre uns einfach zu groß", sagt Büroleiterin Ingeborg Regenthal. "Wer uns kennt, weiß, dass wir uns jetzt nicht ausruhen werden, sondern direkt mit den Vorbereitungen für 2021 beginnen werden."

Jörg Bludau hat vorausgesehen, dass es so kommt. "Wir sehen das natürlich ein", sagt der Veranstalter. "Wirtschaftlich ist es für uns ein großer Tiefschlag, für mich persönlich ist es das vierte große Event, das dieses Jahr ausfällt, wir müssen sehen, dass wir uns über Wasser halten", sagt er.