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Blutkrebs: Welle der Hilfsbereitschaft für Daniel aus Rostock Daniel erträgt sein Schicksal tapfer

Von Maria Pistor | 05.09.2011, 06:21 Uhr

Der kleine Daniel und seine Familie ersehnen den 17. September mit großer Hoffnung. An diesem Tag soll über eine Typisierungsaktion ein Knochenmarkspender für den an Leukämie erkrankten Zehnjährigen gefunden werden.

Der kleine Daniel Bellmann und seine Familie ersehnen den 17. September mit großer Hoffnung. An diesem Sonnabend soll über eine Typisierungsaktion ein Knochenmarkspender für den an Leukämie erkrankten Zehnjährigen gefunden werden. Daniels Schicksal beschäftigt viele Rostocker. Sie fühlen mit ihm und seiner Familie. So auch die Mitarbeiter des Blockhouse-Restaurants in der Breiten Straße in Rostock. "Aus den NNN haben wir von Daniels schwerer Erkrankung gehört. Wir wollen ihm aus unserem Kinderhilfswerk Blocky Block eine großzügige Spende zur Verfügung stellen", sagt Roman Fergen, der Steakhaus-Chef.

Jedem Spendenwilligen wird Blut abezapft

Auch sonst spürt die Familie große Solidarität. "Wir haben 29 Stechmücken gefunden, wie wir die Blutanehmer liebevoll nennen", sagt Vater Jörg Bellmann. Gesucht werden Helfer für den bürokratischen Teil. Außerdem wird um Blechkuchen als Spende gebeten, die zur Finanzierung dieser Aktion in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspender-Datei mit verkauft werden sollen. "Auch im Internet hat sich viel für die Typierungsaktion getan", sagt der Vater. Aufrufe beim FC Hansa in diversen Anglerforen und bei Facebook sollen wollen dazu beitragen, dass für Daniel alles gut ausgeht. Die Heilungsschancen bei Leukämie haben sich in den vergangenen Jahren verbessert.

Andreas Lenertz, ein Freund der Familie, will jetzt beim Spiel des FC Hansa gegen Eintracht Braunschweig einen Aufruf an alle Fans richten und sie um Unterstützung für Daniel bitten.

Vater Jörg Bellmann, der in Warnemünde einen Angelshop betreibt, hat dort viel Mitgefühl gespürt. "Bei mir ist ein Paketshop integriert und der Fahrer hat unser Hilfegesuch kopiert und in allen Filialen des Unternehmens ausgehängt", sagt er.

Daniel selbst erträgt sein Schicksal tapfer. Er muss durch eine Gürtelrose derzeit in einem Isolierzimmer liegen, das Besucher aus der Familie nur mit Mundschutz und anderer Spezialkleidung betreten dürfen. "Aber unser Sohn macht das Beste aus der Situation", sagt sein Vater. Der Junge bastelt aus Papier Fische, Saurier und andere Fossilien.Mit dem Thema Fische ist für den leidenschaftlichen Petrijünger eine Hoffnung verknüpft: "Wenn ein Stammzellenspender für Daniel gefunden und er dadurch gesund wird, fahren wir nach Norwegen und angeln zusammen ein paar große Lachse", erzählt Bellmann. Bis es soweit ist, muss die Typisierungsaktion erfolgreich verlaufen und ein Spender gefunden werden, bei dem alle Merkmale übereinstimmen.

"Die Ärzte und Schwestern haben gesagt, sie werden so lange arbeiten, bis dem letzten Spenderwilligen Blut abgenommen wurde", sagt Bellmann. Der Oberarzt der Kinderonkologie der Universität Rostock will die fachliche Aufsicht an diesem 17. September übernehmen. Was viele nicht wissen: Eine Laboruntersuchung bei einer Typisierung kostet pro Teilnehmer 50 Euro, die müssen über Spenden bezahlt werden. Das soll über Spenden herein kommen, die müssen nicht die Freiwilligen Spender geben.

Spenden: DKMS-Spendenkonto bei der Ospa Rostock, BLZ 13050000, Konto: 201015790