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Ein Artikel der Redaktion NNN

Schmarl Daniels Eltern bangen: War der passende Spender dabei?

Von Maria Pistor | 22.09.2011, 07:18 Uhr

Die Eltern von Daniel Bellmann und der Zehnjährige selbst brauchen derzeit viel Geduld.

Sie warten auf die Ergebnisse der Typisierungsaktion. Trotz der großen Resonanz ist ihr Alltag von Bangen und Hoffen geprägt. "Noch wissen wir nicht, ob ein geeigneter Knochenmarkspender für unseren leukämiekranken Sohn gefunden worden ist", sagt der Vater. Vier bis sechs Wochen Laborzeit müssen nach so einer groß angelegten Typisierungsaktion einkalkuliert werden. Erst dann steht fest, ob in der Datenbank ein passender Spender mit den identischen Merkmalen gefunden worden ist.

Auch Hansaspieler unterstützen Aktion

"Wir waren von der Reaktion und Hilfsbereitschaft der Rostocker sehr berührt", sagt Bellmann. "Wir haben 1200 Typisierungen vornehmen können, es haben sich zu den Spendern noch 80 Helfer gefunden", zieht er Bilanz. Am Rande der Aktion kamen 3700 Euro Geldspenden zusammen, außerdem brachte der Kuchenverkauf 1300 Euro ein. Unter den Spendern waren auch Hansaspieler wie Dexter Langen.

"Einen geeigneten Spender zu finden, gleicht vom Verhältnis her einem Lottospiel", sagt Bellmann. Daher sei der Gedanke ermutigend, dass parallel zu der Rostocker Aktion bundesweit sechs weitere gestartet worden sind. Dadurch könne mit 10 000 neuen Spendern in der Knochenmarkspenderdatei gerechnet werden. "Das erhöht die Chancen für die Patienten", sagt Jörg Bellmann.

Daniel selbst geht es gerade nicht so gut. Eine Chemotherapie hat ihn erschöpft und einige Nebenwirkungen mit sich gebracht. Kann kein Spender gefunden werden, setzen die Ärzte auf eine Transplantation mit Stammzellen der Mutter. "Das birgt ein größeres Risiko", sagt Bellmann. Der behandelnde Arzt, Dr. Carl Friedrich Classen, erklärt, wie diese funktioniert und warum die andere Variante besser ist. Das Daumendrücken geht weiter.