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Gartenstadt Darwineum: Es geht rasant voran

Von Redaktion svz.de | 02.09.2011, 08:06 Uhr

Das Darwineum wächst rasant in die Höhe.

Woche für Woche bietet das Mega-Projekt vom Rostocker Zoo einen neuen Anblick. Der zweite Teil des NNN-Bautagebuch zeigt die aktuellen Fortschritte auf der Baustelle. Die zwei 17 Meter hohen Giebelwände der Tropenhalle ragen schon senkrecht in die Höhe. Auch von der Rotunde, indem im nächsten Jahr eine atemberaubende Evolutionsausstellung zu sehen sein wird, steht schon der Kern aus Betonmasse. Was den Termin der Fertigstellung angeht, sind die Bauaufseher optimistisch. "Es gibt zwar ein paar kritische witterungsabhängige Bauphasen, aber wir sehen den 30. August 2012 als Einweihungstermin nicht gefährdet", sagt Reinhard Thäle vom Planungsbüro Inros Lackner.

Besonderes Augenmerk legen die Bauaufseher derzeit auf den Abschnitt A - die Rotunde. "In dessen Mitte entsteht der Ausstellungsbereich", sagt Johannes Piel (24), Architekturstudent der Fachhochschule Wismar. Er absolviert sein Praktikum bei dem Planungsbüro. An die Öffnungen der Rotunde sollen sich bald die Kojen anschließen, in denen die einzelnen Etappen der Evolution dargestellt werden. Aus dem Fundament ragende Stahlstangen deuten bereits an, wo sich die Kojen genau befinden. "Ist dieser Teil fertiggestellt folgt der Bau des Außenrings", so Piel.

Gastronomie, Shop und Handwerksräume

Die Giebelwände der Tropenhalle - bauabschnitt B - werden noch durch Streben von beiden Seiten abgestützt. "Wenn es an die Inneneinrichtung geht, werden große Pflanztröge angebracht, die die Wände stützen sollen", so der Architekturstudent. Er hofft, den Bau auch nach seinem Praktikum und der anschließenden Bachelor-Arbeit begleiten zu können. In einem von der Tropenhalle abgetrennten Bereich entstehen derzeit die Räume für die Pfleger. Sie sind später für die Besucher nicht mehr sichtbar.

Im hinteren Bereich - Bauabschnitt C - werden derzeit die Besucher und Personalräume durch Wände von einander abgetrennt. "Dazu zählen der Gastronomiebereich, eine große Küche, ein Shop, eine Schlosserei sowie eine Tischlerei und Platz für das sogenannte Edutainment", sagt Zoomeister Falk Petersen.

Auch wenn es noch nicht so aussieht, für die Außenanlagen ist schon einiges Passiert. Der Mutterboden ist abgetragen. "Die künftigen Wassergräben wurden profiliert, damit sie vorerst als Straße für die Baufahrzeuge genutzt werden können", so Petersen. Die Abtrennungen für die Gorilla- und Orang-Utan-Gehege folgen in den kommenden Wochen. Gleichzeitig werden die Wege gepflastert.

Ganz ungeduldig warten auch schon die Kattas darauf, in das Darwineum mit einziehen zu können. Dort entsteht gerade ein großes begehbares Freigehege für die Lemurenart. Die Katta-Gruppe bestand bisher nur aus einem Männchen und zwei Weibchen, soll jedoch auf bis zu 15 Tiere vergrößert werden. Die Kattas selbst haben in den vergangenen Wochen schon für Nachwuchs gesorgt, der mit einziehen wird. So brauchen sie sich nicht auf zu viele Neuzugänge einstellen. "Am 8. August wurde das Männchen und am 23. August das Weibchen geboren", sagt Danielle Zimmermann, Marketingleiterin vom Zoo.