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Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde "Das ist nichts für Warmduscher"

Von mikl | 29.04.2012, 05:15 Uhr

Der Winterschwimmerverein Rostocker Seehunde hat am Sonnabend seine Badesaison mit der 17.

Abbadeveranstaltung am Warnemünder Strand beendet. Vertreter von 20 Vereinen aus Deutschland, Dänemark und Polen stellten sich der Wassertemperatur von 6,5 Grad Celsius. Vereinsvorsitzender Dietmar Marquardt begrüßte rund 150 Teilnehmer und übergab den Badestrand schon mal offiziell: "Und zwar an Warmduscher der kommenden Sommersaison." Daraufhin stürzten sich die Eisbader ins kühle Nass der Ostsee.

Seehund-Dame Renate Jung (71) sieht ihr Hobby mit Humor: "Gekühlte Ware hält länger. Es war allerdings in dieser Saison unerträglich windig." Die aktuelle Wassertemperatur ist für die Mitglieder des Vereins dabei schon fast angenehm. Martina Hübsch erinnert sich an ihren schlimmsten Tag, den 4. Februar: "Wir hatten minus 11 Grad Luft- und 0 Grad Wassertemperatur. Das ist schon sehr schmerzhaft."

Ingelore Launert möchte auf das Eisbaden nicht mehr verzichten: " Mir geht es gut wie nie zuvor. Die Schmerzgrenze ist bei zwei bis drei Minuten schon sehr hoch. Das Wohlbefinden nach dem Bad ist allerdings unbeschreiblich. Ideal gegen Stress und Spannungen." Der Kopf sei anschließend frei, der Körper angenehm durchblutet und sie verspüre jedes Mal einen Motivationsschub, so Hübsch. Beim Abbaden wurden auch die neuen Mitglieder getauft, die ihre erste Wintersaison abgeschlossen haben. Birgitt Halwers, Mario Melzer, Wolfgang Krabbe, Frank Zerbe und Alexander Eilitz wurden feierlich mit einer Taufe in Neptuns Reich und bei den Seehunden aufgenommen. Der Verein feierte den Abschluss der Wintersaison mit ihren Gästen und fünf neuen Mitgliedern beim "Ball der Winterschwimmer" im Technologiezentrum.