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Ringen Das war echt stark gemacht von Luisa und Angelina

Von Peter Richter | 12.11.2019, 17:19 Uhr

Beim top besetzten IFT-Turnier in Berlin gab es Medaillen für Kadettin Scheel und Juniorin Purschke vom SV Warnemünde.

Ringerinnen des SV Warnemünde sorgen weiter für positive Schlagzeilen: Während es für Juniorin Josefine Purschke, Kadetten-Europameisterin Rebekka March, Elina Lüttge und Cecile Schleede diesmal nicht so lief, trumpften ihre Vereinskameradinnen Luisa Scheel und Angelina Purschke beim 14. Internationalen Berliner Frauen- und Mädchen-Turnier um so mehr auf.

„Das ist eine der größten Veranstaltungen in Europa von der Menge und der Leistungsdichte. Es waren soviele Länder wie noch nie da. In Rebekkas Gewichtsklasse starteten 37 Ringerinnen. Das war schon extrem“, verdeutlicht Heim-Trainer Benno Gallinat den Stellenwert.

Kadettin Luisa Scheel kam in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm mit einem Schultersieg über Josie Schröder (SC Dynamo Hoppegarten) gut rein, traf dann im Viertelfinale auf die EM-Teilnehmerin Gerda Barth vom FC Erzgebirge Aue und besiegte sie sehr souverän nach Punkten. Noch unterlaufen der 16-Jährigen jedoch zuviele Fehler (entscheidet sich zum Beispiel richtig zur Wende, führt sie aber zur falschen Seite aus), sonst hätte sie gegen die Polin Nicola Wasilewska vielleicht nicht verloren und wäre sogar ins Finale eingezogen. Als es jedoch im Duell mit der Norwegerin Viktoria Øverby um Bronze ging und Luisa zur Pause schon 1:6 zurücklag, „hat sie sie in der zweiten Halbzeit extrem stark runtergerungen“, berichtet Benno Gallinat.

Prompt wurde Bundestrainer Christoph Ewald auf sie aufmerksam und kam zum Gratulieren. Gallinat: „Die Leistung von Luisa ist ganz hoch anzuerkennen. Sie ist ganz nah dran an der Kadernominierung.“

Bei den Juniorinnen überzeugte Angelina Purschke (53 kg) als Zweite. Auch sie beherrschte ihre nationale Hauptkonkurrentin, schlug Sina Moosmann (Südbaden) durch technische Überlegenheit. Es folgte ein Punktsieg über die alles andere als schwache Französin Meíssane Saibi. Nur im Finale gegen Tiare-Lynn Masako Dizon Ikei (Hawaii) „war nichts zu machen. Die Amerikanerinnen sind alle physisch klar überlegen“, so Gallinat, der erfreut feststellte: „Sie haben es beide echt stark gemacht.“

Wer übrigens Luisa Scheel einmal live erleben möchte, hat dazu am Sonnabend ab 18 Uhr in der Sporthalle Kopenhagener Straße in Lütten Klein die Gelegenheit, wenn die KG Küstenringer in der Oberliga Brandenburg auf den RV Lübtheen II trifft.