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Ringen Eine einseitige Angelegenheit für die Küstenringer

Von Peter Richter | 16.11.2019, 22:25 Uhr

Eindeutig mit 21:8 gewannen sie das Mecklenburg-Derby der Brandenburgliga am Sonnabend gegen den RV Lübtheen II.

„Nachdem ich die Zusage der eingeplanten Sportler hatte, war mir klar, dass hier nichts anbrennt“, meinte Eckhardt Wallmuth (Stralsund), Mannschaftsleiter der Kampfgemeinschaft Küstenringer, nach dem 21:8 im Mecklenburg-Derby der Brandenburgliga am Sonnabend gegen den RV Lübtheen II.

Es war ein einseitiges Duell Zweiter contra Dritter. Ein einziger von acht Kämpfen endete nicht vorzeitig, fünf der sieben „Vierer“ gingen an die Gastgeber.

Seinen Anteil daran hatte Lenny Mantau (SV Warnemünde), der beim Gesamtstand von 5:0 das dritte Duell bestritt, in der Gewichtsklasse 52 Kilogramm Griechisch-Römisch Saba Tkebuchava gegenübertrat, ihn im schauwürdigsten Vergleich des Abends spektakulär vorzeitig auspunktete und so auf 9:0 erhöhte.

„Ich hatte mir das schon gedacht, dass es nicht der anstrengendste Kampf wird“, meinte der selbstbewusste 15-Jährige. „Ich wollte vier Punkte für die Mannschaft holen, aber dass das dann so läuft, hätte ich auch nicht gedacht“, kommentierte er seine schwungvolle Vorstellung, mit der er die 120 Zuschauer in der Sporthalle Kopenhagener Straße in Lütten Klein zu begeistern vermochte – inklusive Uwe Bremer, Präsident des Ringerverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Nach der Pause kam es in der Kategorie 61 kg Freistil zur Begegnung zwischen dem 16-jährigen Fabian Wiesemann und Torsten Schmal, der theoretisch sein Opa sein könnte. Respekt vor dem 53-Jährigen, dass er sich trotz Verletzung auf der Matte stellte. Letztlich kam aber das Handtuch geflogen, endete die Angelegenheit vorzeitig für den jungen Mann vom PSV Rostock.

Luisa Scheel (SV Warnemünde/65 kg Freistil) benötigte gegen Jasmin Talaska ebenfalls bei weitem nicht die volle Zeit. Das war allerdings auch nicht anders erwartet worden, denn die 16-Jährige schickt sich gerade an, Mitglied der Kadettinnen-Nationalmannschaft zu werden.

„Ich hatte mich wie immer auf den Kampf eingestellt, aber schon gehofft, dass er relativ einseitig verläuft. Mein wichtigstes Saisonziel ist es, Deutsche Meisterin zu werden, und ich hoffe, dass ich an der Europameisterschaft 2020 teilnehmen darf“, sagte Luisa, deren Wochenend-Ausflug von ihrer sportlichen Heimat Frankfurt (Oder) zunächst zu ihrem wirklichen Zuhause in Körchow bei Lübtheen führte und dann nach Rostock. Und jeweils zurück natürlich.

„Ich bin begeistert über diesen souveränen Sieg. Wir hatten am Anfang gedacht, es wird enger“, befand der zuständige Trainer Benno Gallinat und lobte vor allem Lenny Mantau: „Er hat das sehr stark gemacht und schöne Würfe gezeigt. Das war auch was fürs Publikum.“

Weitere Ergebnisse

50 kg Freistil Chantal Liedke (Demmin) – Lena Rohlfs Schultersieg nach 44 Sekunden 4:0, 130 kg F Robert Strohschein (PSV Rostock) – Philip Kraus 1:0, 92 kg Griechisch-Römisch Hans Wittkowski junior (SV Warnemünde) – Nikita von Steuben technisch unterlegen 0:4, 80 kg F Eric Pillat (SVW) – Jonas Fentzahn technisch unterlegen 0:4 sowie im Freundschaftskampf 71 kg GR Philipp Nguyen Ho (SVW) gegen den das Gewichtslimit verfehlenden Lukas Tombrock (76,4 kg) technisch überlegen 4:0