Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Schwimmen Denise Grahl erkämpft bei Para-WM Silber und Bronze

Von Bernd-Dieter Herold | 15.09.2019, 23:03 Uhr

Die Rostockerin vom Hanse-Schwimmverein glänzt in London auf den Freistil-Strecken 100 und 50 Meter.

Denise Grahl vom Hanse-Schwimmverein Rostock ist und bleibt für Bundestrainerin Ute Schinkitz (Ostseebad Nienhagen) mit Blick auf die Paralympics 2020 in Tokio eine Medaillenkandidatin. Die „Silberne“ von Rio de Janeiro 2016 über 50 Meter Freistil holte bei ihrer dritten Teilnahme an Para-Weltmeisterschaften Edelmetall Nummer fünf und sechs. Nach Bronze 2015 über 50 m F, Silber zwei Jahre später in den Rennen über 50 und 100 m F sowie 100 m Rücken stand Denise auch bei den WM in London auf dem Podest. Über 100 m F musste sich der Schützling von Trainer André Wilde auf Rang zwei in 1:12,49 Minuten Dauerrivalin McKenzie Coan um 2,73 Sekunden geschlagen geben. Die Rostockerin hatte nach 50 Metern noch 17 Hundertstel hinter Giulia Terzi gelegen. Mit einem sehenswerten Schlussspurt kämpfte sie sich noch an der Italienerin (1:12,71) vorbei.

Spannung versprach das Finale am Sonntag über 50 Meter Freistil. Die Vorläufe sahen Weltrekordlerin Mallory Weggemann (2010 in Eindhoven 31,64 s) und Titelverteidigerin Coan (beide USA) zeitgleich in 33,04 s vor der Ungarin Anna Hontar (33,70) in Front. „Erst“ auf Position vier die den zweiten Lauf in 33,97 s gewinnende Denise. Doch in der Stunde der Entscheidung war sie da: Bronze in 33,38 s hinter Weggemann (32,22) und Coan – Glückwunsch!

Grahls 16-jährige Teamgefährtin Neele Labudda war bei ihren ersten WM fünffach im Aquatics Centre im Einsatz. Ihre beste Platzierung war unter nur acht Starterinnen der Startklasse S12 Rang sieben über 100 m Rücken. Allerdings verfehlte Neele ihre Bestzeiten. An die kam auch die Alten- und Krankenpflegerin Grahl über 50 (32,93 s) und 100 Meter (1:11,52 min) nicht heran.