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Fußball-Verbandsliga Der FC Förderkader spielt Rennpferd und nicht Dressur

Von Peter Richter | 19.05.2019, 14:55 Uhr

4:0 am vorletzten Spieltag gegen Kühlungsborn. Der RFC gewinnt ebenfalls 4:0. Pastow holt den 13. Sieg in Folge.

Vorletzter Spieltag der Fußball-Verbandsliga:

SG Aufbau Boizenburg – SV Pastow 1:4 (1:1)

Heiner Bittorf (Pastow): Nervlich ein ganz schweres Spiel. Für die meisten von uns ist eine solche Drucksituation Neuland, die musst du erst mal in positive Energie umsetzen. Wir machten ein gutes Spiel, waren nur im letzten Drittel zu ungenau. Aus dem Nichts gerieten wir 0:1 in Rückstand, und der Druck stieg ins Immense. Doch einmal mehr war es Jan Rudlaff, der kurz vor der Pause zum 1:1 traf, indem er sich aus 25 Metern ein Herz fasste und den Ball in den Winkel nagelte. Gleich in der ersten Aktion der zweiten Halbzeit konnten wir erneut liefern. Spätestens ab dann war es wieder unser Spiel, zielstrebig und voller Selbstvertrauen. Boizenburg hatte keine Chance mehr. Schade, dass Mecklenburg Schwerin den Pampowern kein Bein stellen konnte, aber wir sehen weiter unsere Chance, doch noch Erster zu werden. Wir sind das beste Auswärtsteam der Liga, und wer 13 Spiele in Folge gewinnt (und seit 23 ungeschlagen ist – d. Red.), wer so eine Serie aufstellt, der hätte es auch verdient, Meister zu werden.

Pastow: Zimmermann – Kaminski (81. Mansour), Bockholt, Rudlaff (82. Fränk), Laudan (65. Römer), Kunze, Wiek, Kuster, Grahl, Wandt, Schumski

Tore: 1:0 Schnepel (36.), 1:1 Rudlaff (42.), 1:2 Wandt (47.), 1:3 Römer (74.), 1:4 Schumski (80.)

FC Förderkader René Schneider – FSV Kühlungsborn 4:0 (2:0)

„Wenn du ein Rennpferd am Start hast, musst du auch Rennpferd spielen und nicht Dressur. Wir hatten ein Riesentempo“, freute sich Förderkader-Trainer Stephan Malorny und stellte weiter fest: „Bis zum 3:0 in Grimmen hatten wir neun Spiele nicht gewonnen. Andere hätten sich da zerfleischt. Wir jedoch konnten den Hebel umlegen, haben es hingekriegt, den Fokus wieder erfolgreich auf das Abwehrverhalten zu legen. Wir hätten höher gewinnen können (u. a. Pfostenschuss von Weder/83. – d. Red.).“ Einer bekam von ihm ein Sonderlob: „Die bieten auf der Sechs zwei Wrestling-Spieler auf, die alles abräumen, wir dagegen ein gerade mal 1,72 m großes Eigengewächs aus dem Jahrgang 1999. Kevin Gildemeister befindet sich in seinem ersten Männer-Jahr und macht das überragend. Nicht umsonst bestritt er als Einziger von der Mannschaft alle 33 Saisonspiele. Und den haben wir selber ausgebildet!“, so Malorny voller Stolz.

René Schultz (Kühlungsborn): In den ersten 15 Minuten waren wir vernünftig im Spiel. Hätten wir da ein Tor gemacht, wäre das ein bisschen anders gelaufen. So aber kam ein Bruch ins Spiel. Wir luden den Gegner zu Torchancen ein. Die zweite Halbzeit fingen wir mit mehr Ballbesitz an. Was dann jedoch in den letzten 25 Minuten abgelaufen ist, passt mir gar nicht. Da haben wir das Spiel abgeschenkt.

FC Förderkader: Fleischer – Philip Schröder, Böhm, Winkler, Jankowski (80. Hopfmann) – Gildemeister – Lemke (58. Gottschalk), Weder, Tarra (77. Marten), Buchman – Grest

Kühlungsborn: Giese – Bartsch, Franke, Sebastian Müller, Prüter (46. Krebs) – Fogel, Krötsching, Sibrins, Schmitt – Werner, Leutert (76. Granz)

Tore: 1:0 Tarra (21.), 2:0 Lemke (26.), 3:0 Tarra (73./Elfmeter nach Foul an Gottschalk), 4:0 Buchman (76./nach „Doppelpass“ mit dem rechten Pfosten)

FSV 1919 Malchin – Rostocker FC 0:4 (0:2)

Jens Dowe (RFC): Die Jungs wollten gewinnen, das war entscheidend. Sie nahmen das Spiel an, so wie in den zurückliegenden Wochen auch. Es war eine klare Angelegenheit. Der Sieg hätte auch höher ausfallen können.

RFC: Werk (70. Schmidt) – Ben-Cadi, Bohm, Patzenhauer, Krause (66. Roßol), Mosch, Khachatryan, Pett, Siegmund, Dojahn, Greger. Tore: 0:1 Krause (16.), 0:2 Siegmund (43.), 0:3 Siegmund (68.), 0:4 Pett (82.)

Sonstiges: Jens Dowe wechselte Torhüter Thomas Schmidt ein (70.) und verschaffte ihm so, da er zum Saisonabschluss gegen Boizenburg fehlt, einen schönen Abschied beim RFC.

FC Mecklenburg Schwerin – MSV Pampow 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Ernst (6.), 0:2 da Silva Cruz (50.), 0:3 da Silva Cruz (63.)

Güstrower SC 09 – SV Hanse Neubrandenburg 10:3 (6:1)

Tore: Keil 5, Tim Peters 2, Mihajlovic, Schuller, Tim Schumacher – Hesse, Hecht, Nehls

SV 90 Görmin – FSV Einheit 1949 Ueckermünde 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Reichel (58.), 0:2 Reinke (64.), 0:3 Celeban (69.), 1:3 Domenike-Steven Meyer (90.)

TSV 1860 Stralsund – Grimmener SV 3:4 (1:3)

Tore: 0:1 Rambow (7.), 0:2 Röpke (11./Eigentor), 1:2 Reimelt (27.), 1:3 Rambow (42.), 1:4 Vit (65.), 2:4 Reimelt (82.), 3:4 Kutz (90.)

1. FC Neubrandenburg 04 – TSV Bützow 3:6 (2:2)

Tore: Fischer 2, Stoll – Lübke 3, Souza, Puskeiler, Wießmann