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Rostock Der Polizei-Chef verabschiedet sich

Von Jenny Strozyk | 24.09.2014, 09:00 Uhr

Nach mehr als 40 Jahren geht Heinrich Henrichs in den Ruhestand.

Fast 42 Jahre hat Heinrich Henrichs im Dienst der Polizei gestanden. Im Grenzschutz und als Bahnpolizist sorgte er für Sicherheit und Ordnung. Heute wird der 60-jährige Leiter der Bundespolizeiinspektion feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Henrichs reicht die Leitung der Inspektion an seinen Dienstkameraden Christian Mainzinger weiter. „Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass ich die Dienststelle in gute Hände übergebe“, so Henrichs.

Dessen Aufgabe besteht darin, mit seinen Beamten im Seehafen und am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde Passagiere und Crewmitglieder aber auch Schiffe zu kontrollieren. Henrichs Männer sind auch diejenigen, die Schleuser im Seehafen aufgreifen, die Flüchtlinge mit zum Teil lebensgefährlichen Methoden nach Skandinavien bringen wollen. „Und während Hansa-Spielen und Demonstrationen überwachen wir die Reisebewegungen der Bahn“, ergänzt er. Während seiner Dienstzeit ist ihm aufgefallen, dass der harte Kern an extremen Fußballfans zwar sehr klein sei, dafür aber immer aggressiver auftrete.

1972 trat Henrichs seine Grundausbildung beim Bundesgrenzschutz an, stieg zum Kommissar auf und war lange Jahre an einer Grenzschutzstelle zwischen Deutschland und den Niederlanden im Einsatz. „Ein Jahr vor dem Mauerfall wurde ich an die innerdeutsche Grenze versetzt“, erinnert er sich. Anschließend wurde er zur Grenzschutzhauptdirektion in Berlin entsandt und nach der Wiedervereinigung in den höheren Dienst berufen. Viele Jahre hatte er die stellvertretende Leitung des Bundesgrenzschutzes in Rostock inne. Seit 2008 leitete er die Bundespolizeiinspektion in der Kopernikusstraße. In seinem Ruhestand will Henrichs mit seiner Frau Kornelia Städtereisen nach Prag und Budapest unternehmen.