Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Sport-Jubiläum Der SV Warnemünde feiert seinen 70. Geburtstag

Von Klaus-Peter Kudruhs | 11.10.2019, 17:17 Uhr

Am Sonnabend in einer Woche führen die Mitglieder des Vereins im Kurhaus des Ostseebades die offizielle Feier durch.

Von den derzeit knapp 1300 Mitgliedern aus neun Abteilungen sind dann 330 direkt dabei.

Vom Vereinsvorsitzenden Siegfried Krüger begrüßt werden auch zahlreiche Ehrengäste sowie Vertreter des öffentlichen Lebens aus der Hansestadt. Bevor die Ballnacht mit Büfett und Party richtig startet, wird es ein sportliches Programm und zahlreiche Ehrungen geben.

Von A wie Akrobatik bis V wie Volleyball wird viel über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines der größten Vereine der Hansestadt zu berichten sein.

Akrobatik

A wie Akrobatik ist eigentlich nicht korrekt, denn diese Abteilung heißt ganz offiziell Sportakrobatik, gehört seit 1955 zum Verein, der einst BSG Motor Warnowwerft hieß, und ist aktuell 70 Mitglieder stark. Begründer dieses Sports im Ostseebad waren Josef Sense, Dietrich Möller, Erich Paul sowie die Brüder Erwin, Edmund und Joachim Grohmann.

„Das Bauen von Pyramiden betrieben wir als Ausgleichssport und für Showauftritte“, erzählt der heute 82-jährige Dietrich Möller, der in der Warnowwerft eine Schlosserlehre absolvierte und später Sportlehrer war.

Mit der Wende verkleinerte sich die Abteilung auf 15 Mitglieder. Vertreter der neuen Generation erreichten unter gesamtdeutschen Bedingungen die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften. Heute sind u. a. Holger Genkel, Petra Krumbiegel und Corena Kneip die „Macher“ bei den Sportakrobaten des SVW.

Freizeitsport

Die Abteilung Freizeitsport ging 2007 aus der in der Vergangenheit recht erfolgreichen Gilde der Warnemünder Boxer hervor. Gegenwärtig versammeln sich 35 Sportfreunde vom Jugendalter bis zu den Senioren ab 65 Jahre, um unter Trainer Peter Hebbe mit „boxspezifischen Angeboten“ etwas für die körperliche Fitness, das physische Wohlbefinden und die Gesundheit zu tun.

Handball

Über den Warnemünder Handball zu sprechen hieße Eulen nach Athen zu tragen. Als Mitbegründer des Vereins bestimmte dieser Sport zunächst auf dem Feld und dann mit dem NAW-Bau Fritz-Reuter-Halle auf dem Parkett das Geschehen mit. Männer wie Georg Broja, Fritz Abel, Heinz Stark, Heinz Ukleya, Werner Spieker und Klaus Boos – um nur einige zu nennen – hatten Anteil daran, dass Warnemünder Handballer immer eine Rolle spielten. Die „großen Ligen“ waren nie das Ziel, aber etliche Akteure schafften den Sprung in die Elitevereine der Stadt und darüber hinaus. Die D-Mädchen wurden1986 Achter bei den DDR-Meisterschaften. Nach der Wende schaffte mit Karsten Ganschow ein Spieler des SVW sogar den Sprung in die deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaft.

International bekannt ist der Warnemünde-Cup im Handball, an dem in 35 Jahren über 4500 Mannschaften mit weit über 50 000 Aktiven teilnahmen. Heute hat die Abteilung 266 Mitglieder.

Fortsetzung folgt