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Sport-Jubiläum Der SV Warnemünde feiert seinen 70. Geburtstag

Von Klaus-Peter Kudruhs | 13.10.2019, 16:23 Uhr

Joachim Grohmann ist mit acht Meistertiteln im Ringen und drei in der Sportakrobatik erfolgreichster Sportler des SVW.

Am Sonnabend feiern die Sportler des SV Warnemünde im Kurhaus des Ostseebades den 70. Geburtstag ihres Vereins. Lesen Sie Teil zwei unserer Würdigung und Rückschau:

Leichtathletik

Sport in Warnemünde bedeutete auch immer Leichtathletik, von der Gründung im Juni 1949 an als Neustart nach dem zweiten Weltkrieg.

Aktuell sind nahezu 100 Kinder und Erwachsene in den vielfältigen Disziplinen des Laufens, Springens und Werfens auf den leider veralteten Anlagen des Jahn-Sportparks in der Parkstraße oder anderswo unterwegs.

Der Stoltera-Küstenwaldlauf hat in 38 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Und jeden Sonntag um 10 Uhr ist der Lauftreff ein Muss.

Die Macher um Dr. Günter Metelmann haben die in der Vergangenheit schon erfolgreiche Kinder-Leichtathletik im Verein im Januar 2016 wiederbelebt. Sportler wie Lotti Niemann, Silke Möller (Gladisch), Kirsten Emmelmann (Simon), Axel Groß und Eckart Peters waren und sind international bekannte Leichtathleten des SV Warnemünde.

Ringen

Seit 1949 ist auch das Ringen ein fester Bestandteil des sportlichen Treibens an der Warnowmündung. Vor allem Kurt Thäle und Udo Köster gaben Anfang der 50-er Jahre viele Impulse für die Kämpfe auf der Matte. Oberliga-Vergleiche von 1954 an durchgehend bis 1990 waren wahre Straßenfeger. Eckhard Thorun holte schon 1955 den ersten DDR-Einzeltitel. Klaus Scheil, Klaus Breuer und Joachim Grohmann – Letzterer bis 2008 – lenkten die Geschicke der Sektion Ringen.

Warnemünde war Trainingszentrum und eine der DDR-Säulen in diesem urolympischen Sport. Der „Verdiente Meister des Sports“ und „Meister des Sports“ Joachim Grohmann ist mit acht Meistertiteln im Ringen und drei in der Sportakrobatik sowie zahlreichen Berufungen in die DDR-Nationalmannschaft noch immer der erfolgreichste Sportler des Vereins.

Hans Wittkowski hielt nach der Wende alles zusammen. Jetzt hat Stefan Pentschew die Führung für die 80 Mitglieder der Abteilung übernommen.

Die konsequente Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre trägt immer mehr Früchte, was ein Blick auf die Medaillenbilanz der SVW-Ringer bei Deutschen Meisterschaften unterstreicht. Dabei macht gerade auch das „schwache“ Geschlecht auf den Ringermatten eine starke Figur. Rebekka March sowie Josefine und Angelina Purschke sind Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft und starteten bereits bei Welt- und Europameisterschaften. Sensationell war die Goldmedaille von Rebekka bei den diesjährigen Europameisterschaften.

International bekannt ist das Traditionsturnier der Warnemünder Ringer, das jedes Jahr im Mai stattfindet.

Tanzen

Auch Tanzen als Ausdruck von Freude, Begeisterung und Bewegung hat seit 2006 seinen Platz im SVW. Natalia und Marina Heinz, zwei russische Spätaussiedlerinnen, gründeten die Tanzgruppe „Perlen von Groß Klein“, in der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund mit viel Freude bei der Sache sind. In drei Altersgruppen studieren mehr als 50 Mitglieder die vielfältigen Choreografien ein. Durch ihre Auftritte ist die Fangemeinde der „Perlen“ stetig gewachsen. Als Vertreter von Mecklenburg-Vorpommern starteten die jungen Tänzer/innen des SVW schon beim Bundesfinale „Sterne des Sports“ in Berlin.

Als „Manager“ ist Dietmar Karstädt seit gut drei Jahren ein wichtiger Mann hinter den Kulissen.

Turnen/Gymnastik

Als zahlenmäßig größte Abteilung mit fast 350 Mitgliedern gehört Turnen/ Gymnastik seit jeher zum SV Warnemünde. Hier engagieren sich sehr gut ausgebildete Trainer und Übungsleiter für einen vielfältigen Breitensport. Zum Programm gehören Eltern-Kind-Turnen, Vorschulturnen und Fitness für Grundschüler ebenso wie Fitness- und Gesundheitssport, Aerobic, Step-Aerobic und Seniorensport.

Fast täglich sind die Turner und Gymnasten des SVW in den Sporthallen Parkstraße, Fritz-Reuter-Straße oder in Groß Klein in Aktion. „Bewegung in jedem Alter“ ist das Motto der Abteilung um Chefin Christel Kucharzak.

Nach dem Krieg war es besonders der Tischler Otto Pietschmann, der die Warnemünder Turn-Tradition wiederbelebte.

Unter anderen unterstützte ihn in den Anfängen die junge Sportlehrerin Ingeborg Krüger. So wurden die vorher abtransportierten Sportgeräte wieder an Ort und Stelle zurückgebracht.

In der damaligen Sektion bot man sogar Schwimm-Unterricht für Kinder im Alten Strom an. Erfolge beim Deutschen Turn- und Sportfest sowie bei anderen Wettkämpfen stellten sich ein.

„Turn-König“ Otto Pietschmann wurde mit dem Ehrenvorsitz der früheren BSG Motor Warnowwerft gewürdigt.

Fortsetzung folgt