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Sport-Jubiläum Der SV Warnemünde feiert seinen 70. Geburtstag

Von Klaus-Peter Kudruhs | 15.10.2019, 16:21 Uhr

Am Sonnabend feiert der Verein im Kurhaus seinen 70. Geburtstag. Teil drei unserer Würdigung und Rückschau:

Tischtennis

Seit 1950 gehört die Sportart Tischtennis zum Verein. Über Jahrzehnte war Rolf Schönebeck für diese Sektion verantwortlich. Sie hatte bis Anfang der 1970-er Jahre in der Schillerstraße 14 ihr Quartier. Meisterschafts- und Spartakiade-Erfolge vor allem im Nachwuchs prägten das Bild. Der Warnemünder Rainer Kruse wurde sogar DDR-Jugend-Meister.

Nach einer Stagnation sind heute wieder fast 70 Aktive an der Kelle und am kleinen weißen Ball. Unter Abteilungs-Chef und Übungsleiter Heino Buschmann spielen drei Mannschaften der Erwachsenen und Jugend in der Rostocker Stadtliga eine aktive Rolle. „Echt stark – Kinder in Bewegung“ ist das Motto des Verantwortlichen, der auch Kinderturnen anbietet, um rechtzeitig neuen Nachwuchs zu gewinnen.

Aktueller Hit ist aber „Headis“: 2006 in Deutschland erfunden, macht das athletische Kopfballspiel an einer normalen Tischtennis-Platte mit Metall„netz“ immer mehr seine Runde – und ist auch im SVW beheimatet.

Volleyball

Am professionellsten im SV Warnemünde organisiert ist Volleyball. Und dies nicht nur durch die erste Männer-Vertretung, die zu den Heimspielen in der 2. Bundesliga bis zu 800 Fans in die Ospa-Arena lockt. Mit fast 300 Mitgliedern ist diese Abteilung eine der größten und leistungsstärksten in diesem Sport in MV. Nicht nur die Männer und Frauen bestimmen im Land und darüber hinaus das Niveau mit, auch die Leistungen der 70 Kinder und 30 Jugendlichen können sich sehen lassen.

Einmal aus den Volleyball-Aktivitäten im Betriebssport der Warnowwerft entstanden, feierte die heutige Generation der Akteure am hohen Netz am 28. September 2018 ihre 55-jährige Zugehörigkeit zum Verein. Rolf Münch, Horst Prange, Dieter Voß und Jochen Wiening waren die Sportler, die Rostocker Volleyball-Traditionen mit der Warnemünder Sektion fortsetzten. Die Mitgliederzahl wuchs von 13 auf 60 und dann in den 1960-ern schnell auf 120 Mitstreiter. Sportler wie Wolfgang Hahn, Walter Guth, Wolfgang Freitag, Siegfried Krüger, Jens Riedel, Horst Hirche sowie Svea und Birte Freitag trugen zur weiteren Entwicklung bei. Die Titel und Medaillen bei Meisterschaften und Spartakiaden sind kaum zu zählen. Talente wie Reinhard Daevers und Gunnar Eckert wurden zum SC Traktor Schwerin delegiert und schafften es bis in die DDR-Junioren-Auswahl.

Die Wende mit den gesellschaftlichen Veränderungen hatte auch bei den Volleyballern Umbrüche zur Folge. Der neue Weg führte schon 2005 bis in die 2. Bundesliga. Er wurde mit dem Wiederaufstieg 2017 wiederholt und fortgesetzt.