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Ein Artikel der Redaktion NNN

Jubiläum Detharding-Apotheke begeht 50. Geburtstag

Von MAPP | 24.06.2018, 16:00 Uhr

Chefin Siglinde Lindauer feiert das mit Team, ehemaligen Kollegen sowie den Kunden.

Apothekerin Siglinde Lindauer ist in Warnemünde eine Institution. Auch, weil sie sich stets für das Ostseebad engagiert und in ihrem Beruf aufgeht. Ihre Detharding-Apotheke am Kirchenplatz 13 hat sie 1989 von Dr. Sigrid Träber übernommen. Die Apotheke feiert ab 28. Juni 50. Jubiläum. Dafür gibt es eine Festwoche mit 50 Preisen. Apothekerin Eva Wolff hat sich ein anspruchsvolles Kreuzworträtsel ausgedacht.

„Ich habe die Apotheke bekommen, als der Sozialismus zur Neige ging“, erzählt die engagierte Chefin. Damals war das ganze Haus Apotheke. „Wir haben als Großapotheke alles gebunkert, was wir kriegen konnten und teilweise auch andere Apotheken mit versorgt“, sagt Lindauer. In diesen fünf Jahrzehnten hat sich ein Wandel im Beruf und der Apotheke vollzogen. „Mitte der 80er-Jahre produzierten wir für die Apotheken der Stadt fast 500 000 Zäpfchen pro Jahr“, bilanziert Lindauer. „Während früher große Herstellungsprozesse für Salben, Hustensäfte, Magenmixturen, Tropfen jeglicher Art und Tabletten den Alltag dominierten, werden in der Apotheke heute eher zwei Individualrezepturen pro Tag hergestellt“, vergleicht sie. Wegen der großen Mengen wurden damals Tabletten in einem Ausweichquartier bei Malermeister Soltwedel gepresst. Kreisapotheker Dr. Hans Feldmeier setzte sich für den Neubau ein. Ursprünglich sollte eine Etage in den Keller kommen, das ließ sich aber baulich nicht umsetzen. „Das war ein Glück“, findet die heutige Chefin. Daher gab es eine Pfahlgründung und es entstand das dreigeschossige Gebäude.

Die Eröffnung fiel auf das 750. Stadtjubiläum. „Deshalb gab es aus den Mitteln der Stadt 1500 Mark und aus dem Prämienfonds weitere 500 für eine Feier mit Team und 60 Bauarbeitern“, blickt Lindauer zurück.

Sie strukturierte 1991 das Haus um, in oberen Etagen entstanden Praxisräume, im Erdgeschoss etablierte sich das Teekontor von Vera Zorn. Im vergangenen Jahr sanierte die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik (GGP) das Haus aufwendig und baute auch einen Personenfahrstuhl ein.