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Rudern Deutschland-Achter zum dritten Mal in Folge Weltmeister

Von Peter Richter | 01.09.2019, 16:38 Uhr

Hannes Ocik & Co. haben WM-Gold geholt. Dabei machten ihnen nicht die Briten das Leben schwer, sondern die Niederländer.

Sonntag 14.12 Uhr, Showdown bei den Ruder-Weltmeisterschaften auf der Regattastrecke Linz-Ottensheim.

Die sechs besten Achter dieser Titelkämpfe sind bereit.

Auf den Außenbahnen Neuseeland und die Niederlande.

Innen neben ihnen Australien beziehungsweise die USA.

Und ganz zentral die beiden Flaggschiffe, von denen alle das ganz große erbitterte Duell erwarten: die Vorlaufsieger Deutschland auf der 3 und Großbritannien auf der 4.

Die Briten – der amtierende Olympiasieger und Bezwinger des Deutschland-Achters auch beim Weltcup-Finale Mitte Juli in Rotterdam.

Direkt neben ihnen der „grüne Gigant“ vom Stützpunkt Dortmund: der Titelverteidiger, vor WC III 2019 in elf Finals hintereinander siegreich (zwei Weltmeisterschaften, drei EM, sechs Weltcups).

An diesem 1. September 2019 mit Steuermann Martin Sauer (Berliner RC), dem für die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 startenden Rostocker Schlagmann Hannes Ocik, Richard Schmidt (RV Treviris 1921 Trier), Malte Jakschik (RV Rauxel von 1922), Jakob Schneider (RK am Baldeneysee Essen), Torben Johannesen (RC Favorite Hammonia Hamburg), Christopher Reinhardt (RV Dorsten), Laurits Follert (Crefelder RC) und Johannes Weißenfeld (RC Westfalen 1929 Herdecke).

Der heiße Zweikampf findet denn auch statt. Doch er lautet nicht GER contra GBR – die Briten liegen früh zurück und können am Ende nur mit Mühe noch Bronze erobern vor den USA.

Wer den von Beginn an führenden Deutschen das Leben schwer macht, sind die Niederländer! 0,51 Sekunden beträgt der Vorsprung nach der Hälfte der 2000-Meter-Distanz. Spätestens bei 1500 geht es nur noch zwischen diesen beiden um Gold oder Silber. Der Abstand schmilzt, auch Holland saustark an diesem Nachmittag. Nur noch +0,31 Sekunden beziehungsweise vier Meter – doch es reicht für die Hannes Ocik & Co., die als erste „Amtshandlung“ nach der Zieldurchfahrt neben Nach-Luft-Ringen erst mal die Beine in das Wasser des Donau-Nebenarms tauchen. Platz eins gab's für 5:19,41, Rang zwei für 5:19,96. So eng ging es zu!

„Nebenbei“ qualifiziert sich der deutsche Achter für Olympia 2020 in Tokio (die ersten Fünf).

Doppelzweier für die Olympischen Spiele 2020 qualifiziert

Für Stephan Krüger (Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869/Olympischer Ruder-Club Rostock) und Tim Ole Naske (RG Hansa Hamburg) ging es am Sonntag vordergründig darum, den Olympia-Startplatz des deutschen Doppelzweiers zu sichern. Das gelang ihnen in einem recht engen Rennen mit Rang vier im B-Finale als Gesamtzehnter – Elfter mussten sie werden.

Der Frauen-Achter wurde im B-Finale Vierter und ließ in 6:28,71 immerhin das dänische Boot (6:30,96) sicher hinter sich. Christin Stöhner vom ORC: „Wir standen vor der Herausforderung, dass unsere Schlagfrau Lotte Wesselmann über Nacht krank geworden ist und wir statt dessen mit Alex Höffgen, der Schlagfrau aus dem Vierer, gefahren sind. Da wir in dieser Besetzung noch nie trainiert hatten, machten wir es uns über die Strecke etwas schwer. Aber wir haben bis auf die Ziellinie gekämpft und freuen uns, mit Dänemark auch ein Boot hinter uns gelassen zu haben.“