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Hochwasserschutz Die alte Mauer ist jetzt weg

Von mapp | 09.05.2018, 21:00 Uhr

Am Alten Strom geht es täglich ein kleines Stückchen voran. Neun Millionen Euro kostet das Vorhaben.

Am Alten Strom in Warnemünde geht es in Sachen Sturmflutschutzwand aktuell sichtbar voran. Es stehen dort jetzt Sandsäcke im Riesenformat. Dabei handelt es sich nicht um Baumaterial, wie Betrachter leicht vermuten könnten. „Die mobilen Hochwasserschutzeinrichtungen sind der Ersatz für die weggebrochene alte Sturmflutwand“, lautet die Erklärung der Experten vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Denn auf dem Südende wurden jetzt 50 Meter der alten Wand weggebrochen, damit später Platz für die neue ist. „Auf diese Weise wäre Warnemünde gerüstet, wenn es in der Bauphase eine Sturmflut geben würde“, heißt es weiter. Auf dem ersten Abschnitt ist der Abbruch abgeschlossen, der Bodenaushub ist erfolgt, sodass das Gelände plan gemacht werden kann für den späteren Neubau. Die vorherige Wand war bereits aus dem Jahre 1972 und entsprach nicht mehr den heutigen und zukünftigen Erfordernissen. In der ersten Ausbaustufe wird die neue Sturmflutschutzwand insgesamt nur fünf Zentimeter höher sein als die jetzt abgebrochene. Die Oberkante liegt dann bei einer Höhe von 2,75 über Normalhöhennull. Sie hält Wasserständen bis 2,50 Meter stand. Experten haben errechnet, dass 2060 eine Aufstockung der Sturmflutschutzwand notwendig ist. Deshalb ist das Vorhaben so angelegt, dass die Wand in einer zweiten Stufe erhöht werden kann, um Wasserständen von bis zu 2,70 Metern zu trotzen.

Knapp neun Millionen Euro investieren Bund und Land mit Hilfe von Fördermitteln. Die Fertigstellung ist im Jahr 2019.