Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Handball Die Post soll abgehen bei den Empor-Männern

Von Bernd-Dieter Herold | 12.12.2019, 19:54 Uhr

Das Spiel der 3. Liga Nord-Ost am Sonntag bei der HG Barmbek ist auch wieder das Duell der Kohnagel-Brüder.

Kohnagel contra Kohnagel heißt es am dritten Advent beim „Girls Day“ – die Damen haben freien Eintritt – in der Wandsbeker Sporthalle. Beim Rückrundenstart der 3. Handball-Liga Nord-Ost trifft der in Diensten der HG Hamburg-Barmbek stehende Lasse (32) Sonntag ab 15 Uhr auf seinen seit Saisonbeginn für den HC Empor Rostock spielenden acht Jahre jüngeren Bruder Per Oke. Komplettiert wird die „Familienzusammenführung“ der beiden Regisseure ihrer Teams durch die Anwesenheit der Eltern.

Lasse gegen Per Oke ist auch ein Duell Erfahrung gegen Draufgängertum. Der 32-Jährige stieß sich bereits früh mit der SG Flensburg-Handewitt in der Champions League die Hörner ab, war bei seinen nächsten Stationen stets der Leader, ist auch bei Barmbek der Taktgeber. Per Oke konnte sich von seinem großen Bruder einiges absehen, entwickelte mit technischer Raffinesse, ausgeprägter Spielübersicht und Stärken im Eins gegen Eins seinen eigenen Stil.

Eine leichte Aufgabe wird es für den HCE gegen die nur zwei Zähler über den Abstiegsrängen stehenden Hamburger keinesfalls. Acht von zehn Pluspunkten holten sie auf eigenem Parkett. Und darunter war mit einem 28:23 über Vinnhorst ein durchaus „dickes Brett“. Der Rückraum-Rechte Michael Kintrup war am Erfolg mit einem „Zehner“ beteiligt. Überhaupt scheint rechts, mit dem Ex-Rostocker Christoph Wischniewski auf Außen, die Schokoladenseite der Barmbeker zu sein.

„Vollste Konzentration vorn und hinten wird angesagt sein, damit es bei unseren bisher vier ,Miesen‘ bleibt“, weiß Empor-Kapitän Robert Wetzel. Über die zweitstärkste Abwehr der vier Liga-Staffeln – nur der TV Großwallstadt hat mit 351 ein Gegentor weniger auf dem Konto – soll nach vorn die Post abgehen. Zudem gilt es, im Positionsangriff Nägel mit Köpfen zu machen. Trainer Till Wiechers, der auf Leon Witte (Nabel-OP) verzichten muss, kann wieder auf die Unterstützung zahlreicher Anhänger bauen. „Edelfan“ Olaf Bernert: „An die Hundert könnten wir werden. Sogar vom HSV bekommen wir mit Trommlern und Anfeuernden Zuspruch.“