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Ringen Die Purschke-Zwillinge hoffen auf Tickets für die EM

Von Peter Richter | 06.05.2019, 19:02 Uhr

Warnemünder Duo Angelina und Josefine darf sich nach dritten Plätzen beim Turnier in Bukarest Hoffnungen machen.

Auch Christoph Ewald, Juniorinnen-Bundestrainer des Deutschen Ringer-Bundes, nutzte das internationale Turnier in Bukarest, um letzte Eindrücke zu sammeln, bevor er seinen Kader für die Europameisterschaften vom 3. bis 9. Juni in Pontevedra (Spanien) zusammenstellt. Angelina und Josefine Purschke vom SV Warnemünde waren in der rumänischen Hauptstadt mit am Start und dürfen sich nach dritten Plätzen noch Hoffnungen auf eine EM-Nominierung machen.

Angi trat in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm unter zahlreichen EM- und WM-Medaillengewinnerinnen an. Ihre Marschroute war, eine Medaille zu erkämpfen, vor allem aber sich vor ihren nationalen Kontrahenten zu platzieren, der Deutschen Meisterin Jenny Hast (Aschaffenburg) und „Vize“ Sina Moosmann (Tennenbronn). Gleich zum Auftakt traf sie auf Moosmann und besiegte sie durch einen Achselwurf auf Schultern. Im Achtelfinale bezwang sie Hast nach Punkten. Im Pech war Angelina im Halbfinale gegen Emilie Haase (Thalheim), Europameisterin der Kadettinnen 2016. Am Ende hieß es 3:3. Angie machte zwar die letzte Wertung, bekam aber eine Verwarnung, die letztlich den Ausschlag für Haase gab. Das kleine Finale um Bronze gewann Angelina Purschke gegen die Rumänin Ionescu mit technischer Überlegenheit.

Zwillingsschwester Josefine rang bis 57 kg. Nach einer knappen Niederlage und einem technischen Punktsieg traf sie im Halbfinale auf Serena Bölke (Frankfurt/Oder). Bei den DM hatte sie diese im Kampf um Platz drei noch besiegt – diesmal unterlag sie knapp mit 0:2 Zählern. Das Duell um Platz drei konnte Josi aber mit 5:4 für sich entscheiden.

Trainer befindet: Sie haben ein hammerstarkes Turnier gerungen

Benno Gallinat, Heim-Trainer und Onkel von Josefine und Angelina Purschke: „Angi und Josi sind im ersten Jahr in dieser Altersklasse. Sie hatten am Anfang des Jahres die Zielsetzung, erst mal reinzuschnuppern und zu sehen, wo sie stehen. Dass sie sich jetzt auch schon fürs Team zur Euro empfehlen dürfen, ist schon eine kleine Sensation. Beide haben in Bukarest ihre Hausaufgaben gemacht, ein hammerstarkes Turnier gerungen, und das, obwohl sie gerade mitten in den Prüfungen in der 10. Klasse stecken. Das ist Druck auf sportlicher und Druck auf der schulischen Seite. Mit diesem Hintergrund ist ihre Leistung noch höher zu bewerten. Jetzt heißt es abwarten, wie Bundestrainer Christoph Ewald ihre Leistungen bewertet und ob es für eine Nominierung reicht.“