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Warnemünde „Doberan“ wird Reiseschiff

Von MAPP | 07.01.2018, 05:00 Uhr

Ehemalige „WAR 47“ wird überholt, umgebaut und kehrt voraussichtlich im April an den Strom zurück

Unternehmer Dirk Kuhla aus Spremberg ist ein Visionär. Im Allgemeinen und ganz besonders in Bezug auf den Warnemünder Kutter „Doberan“, den er vor gut einem Jahr erworben hat.

Die ehemalige „WAR 47“ liegt seit September in Kirchdorf zur Sanierung in der Poeler Bootsbau GmbH von Ralf Asmus. Eigner Kuhla musste seine Planungen ändern. „Den romantischen Wunsch von der alten Besegelung musste ich streichen“, sagt Kuhla. Das sei ihm nicht leicht gefallen, aber es hat nichts genützt. Geblieben ist die Grundidee, dass die „Doberan“ ein Reiseschiff werden soll.

Statt der historischen Besegelung erhält das Schiff einen A-Mast für das Radar, Flaggen und nautische Dinge. Mit dieser Planänderung soll die Reichweite des Schiffes beim Fahren geändert und ausgeweitet werden. Momentan ist das ganze Vorschiff leer, die Kojen sind raus. Es wird mehr Platz für größere Tanks benötigt. Perspektivisch wird die Reeling komplett erneuert, das Deck abgedichtet und dann kommt der neue Mast.

Außerdem soll die „Doberan“ mit einem Festrumpfschlauchboot mit einem 300 PS starken Motor ausgestattet werden. „Das Boot haben wir, damit wir notfalls auch bei Reisen aufs Meer rausfahren können“, sagt Kuhla.

Der Eigner der „Doberan“ peilt ein ganz großes Ziel an: „Die weltweit unbegrenzte Fahrt“, offenbart er. So ein Traum ist an ganz hohe Auflagen und Kriterien gebunden. Deshalb plant er, mit Experten nach Hamburg zum Germanischen Lloyd und zur Technischen Dienststelle für Schiffssicherheit zu fahren. Dort müssten in Gesprächen Anforderungen geklärt werden, erst danach kommen Tanks und Technik ins Schiff.

Als Reiseschiff bietet die „Doberan“ sechs Gästen und vier Leuten Crew Platz. „Wir werden einen Stamm an Kapitänen mit großem Patent und einer Mannschaft aufbauen und immer jemanden als Matrosen mitnehmen, der nach dem seemännischen Prinzip Hand für Koje dabei ist“, so Kuhla. Dadurch könnte das Schiff rund um die Uhr fahren. „Läuft alles glatt, kehrt die ,Doberan’ im April mit neuen rotweißen Anstrich an den alten Liegeplatz am Alten Strom zurück.