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Babyalarm im Rostocker Zoo Drei Menschenaffen-Weibchen im Darwineum erwarten Nachwuchs

Von Joachim Mangler | 24.01.2020, 07:45 Uhr

Im großen Menschenaffenhaus im Rostocker Zoo, dem Darwineum, scheint es den Bewohnern gut zu gehen. Bereits vier Mal gab es seit 2012 Nachwuchs.

Überraschung im Darwineum des Rostocker Zoos. „Wir erwarten gleich dreifach Nachwuchs bei den Menschenaffen, einmal bei den Orang-Utans und zweimal bei den Gorillas“, berichtete Zookuratorin Antje Angeli. „Wir rechnen frühestens im Februar mit den ersten Geburten, möglich wäre aber auch ein späterer Zeitpunkt im März oder April.“ Alle drei Affendamen seien in bester Verfassung. Sie fressen und bewegen sich völlig normal, berichtete die Kuratorin. Aktuell leben im 2012 eröffneten Darwineum 17 Affen in je zwei Gorilla- und Orang-Utan-Gruppen.

Solidarisch mit Krefeld

Die Rostocker Ankündigung könnte auch ein gutes Zeichen für den Krefelder Zoo sein. Denn nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht mit acht toten Menschenaffen hatte Rostock seine Hilfe angeboten.

Weiterlesen: So geht es den überlebenden Affen aus dem Krefelder Zoo

„Der Zoo Rostock ist Teil der deutschen und europäischen Zoogemeinschaft, die zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Wir stehen wie alle Mitglieder der Gemeinschaft bereit, dem Zoo Krefeld nach unseren Möglichkeiten und den dortigen Erfordernissen nach dem großen Unglück zu helfen“, sagte Angeli.

Mehrere Überraschungen für den Zoo

Eine besondere Überraschung war für die Expertin, dass die 43-jährige Orang-Utan-Oma Sunda noch einmal Mutter wird. „Damit hat eigentlich niemand mehr gerechnet.“ Sunda sei eine erfahrene Mutter, die schon fünf Jungtiere erfolgreich großgezogen hat.

Etwas Besonderes gebe es auch von den Flachland-Gorillas zu berichten, bei denen Yene (19) und Zola (11) trächtig sind: Nicht der 46-jährige Silberrücken Assumbo ist der Erzeuger, sondern sein „Ziehsohn“ Kwame. Der acht Jahre junge Gorillamann war 2016 aus Heidelberg an die Küste gekommen und hat zu allen drei Weibchen einen guten Kontakt. „Assumbo ist sehr auf seine Ruhe bedacht und greift nur ein, wenn es zu turbulent in seinem Revier wird“, erzählt Angeli.

Zur Gorilla-Gruppe gehöre auch die 15-jährige Eyenga. Sie sei als einziges Weibchen ihrer Gruppe nicht tragend und spüre die Veränderungen der beiden anderen sehr genau. „Dementsprechend sucht sie gerade intensiv die Nähe zu Baldpapa und Jungspund Kwame.“