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Wasserwacht DRK braucht Retter für die Badesaison

Von Redaktion svz.de | 06.03.2015, 06:00 Uhr

In diesem Jahr gibt es bislang eine gute Rückmeldungsquote. Krankenkassen müssen sich an Kosten für Notfalleinsätze am Strand beteiligen

Für die am 15. Mai beginnende Badesaison sucht die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes wieder Rettungsschwimmer, die an den Rostocker Stränden in Warnemünde und Markgrafenheide aufpassen. „In den vergangenen drei, vier Jahren war es echt schwierig, Rettungsschwimmer für die gesamte Zeit, also von Mitte Mai bis Mitte September, zu gewinnen. Vor allem für den Juni, wenn die jungen Leute noch auf der Schulbank sitzen, suchen wir gut ausgebildete Akteure“, sagt Thomas Powasserat. Der technische Leiter und Landesreferent der Wasserwacht zeigt sich in diesem Jahr angesichts zahlreicher Rückmeldungen aber zuversichtlich. „Schließlich ist es uns immer gelungen, sämtliche Türme in Warnemünde und Markgrafenheide zu besetzen“, betont der 34-Jährige. Die Rettungsschwimmer kommen je zur Hälfte aus Rostock und aus anderen Bundesländern. Traditionell aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, aber auch etliche Bayern haben die Ostsee für sich entdeckt und nehmen zwei Wochen ihres Urlaubs, um als Rettungsschwimmer tätig zu sein.

„Wir versuchen natürlich auch, Kinder und jugendliche für unsere Arbeit zu gewinnen“, so Thomas Powasserat. Der Rostocker verweist auf die Kinder- und Jugendgruppe der Wasserwacht, in der Mädchen und Jungen ab dem sechsten Lebensjahr einmal pro Woche an kindgemäßen Training teilnehmen können.

Die Erfahrung zeigt, dass viele der Kleinen der Wasserwacht die Treue halten und mit 15 Jahren ihre Rettungsschwimmer-Ausbildung starten. Dabei lernen sie unter anderem das Tief- und Streckentauchen oder das Schwimmen mit Kleidern. Mit 16 Jahren kann der Nachwuchs seine Fähigkeiten dann direkt an den Stränden unter Beweis stellen.

„Unsere Rettungsschwimmer haben natürlich alle einen Erste-Hilfe-Kurs besucht und erfahren ständige Weiterbildung, damit sie die sehr moderne Medizintechnik wie beispielsweise automatische Beatmungsgeräte oder Defibrillatoren bedienen und die Rettungsbojen handhaben können“, sagt Thomas Powasserat. Er verweist auf das sehr gute Miteinander zwischen dem Rettungsdienst der Hansestadt Rostock und der Wasserwacht sowie auf gemeinsamen Weiterbildungsveran staltungen.

Pünktlich zum Start der Badesaison tritt im Mai auch ein neues Gesetz für Mecklenburg-Vorpommern in Kraft: Künftig müssen sich die Krankenkassen an den Kosten für Notfalleinsätze am Strand beteiligen. „Damit ist nach Jahren nun unsere Forderung erhört worden. Für uns ist das vor allem auch eine Wertschätzung unserer Arbeit“, sagt Thomas Powasserat.