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Bürgermeisterwahl in Sanitz Duell der fünf Bewerber

Von Antje Kindler | 18.01.2019, 23:53 Uhr

Die Sanitzer Bürgermeisterkandidaten stellen sich in voller Mehrzweckhalle den Fragen der Einwohner.

Es ist das erste Aufeinandertreffen der fünf Kandidaten gewesen und genau das wollten sich rund 460 Sanitzer nicht entgehen lassen. Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl am 3. Februar hatte die Gemeindevertretung am Freitagabend zu einem Infoabend in die Mehrzweckhalle geladen, die bis auf den letzten Platz – und darüber hinaus – gefüllt war. Einwohner hatten so die Chance, sich über die Bewerber zu informieren und die Kandidaten die Möglichkeit, sich und das, wofür sie stehen, vorzustellen.

Die Kandidaten, das sind die Einzelbewerber Detlef Chilla, Kristin Lopens und Andreas Raatz sowie Enrico Bendlin (CDU) und Maik Ritter (SPD). In einer lockeren Fragerunde, moderiert von Carsten Klehn, konnten die Bewerber erklären, was sie an der Aufgabe des Bürgermeisters reizt, welche Vorhaben sie im Falle einer Wahl während ihrer siebenjährigen Amtszeit anpacken würden oder wie sie ihre Stimme bei der Zusammenarbeit mit dem Landkreis oder dem Land zeigen würden. Dabei betonten fast alle Kandidaten, wie wichtig ihnen eine gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der enge Kontakt zu den Bürgern sei. Auch die Bedeutung der Ortswehren und Vereine sowie deren Unterstützung stand bei allen fünf außer Frage. Ferner stehen für Ritter unter anderem die Stärkung des Bauhofs, für Bendlin die Finanzen, für Lopens die Erhaltung des Schulstandorts, für Raatz die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und für Chilla die Einrichtung eines Bürgerbüros als zentraler Anlaufpunkt auf der Agenda.

Aber auch bei den Fragen der Einwohner standen die Bewerber Rede und Antwort, wie beispielsweise: Was würden Sie auf keinen Fall machen? Kristin Lopens Antwort: Schulden machen – dem schlossen sich ihre Wahlgegner übrigens einstimmig an. Auch an den Standpunkten zu Themen wie Bürgerbus, Gewerbeansiedlungen, dem weiteren Wachstum der Gemeinde und der Frage, wann der Breitbandausbau endlich kommt, waren die Sanitzer während der knapp 100-minütigen Veranstaltung interessiert. „Es war sehr informativ“, fanden Dagmar Rotter und Regina Floto. Zwar würden sich die Programme der Kandidaten nicht deutlich unterscheiden, dennoch habe ihnen der Abend geholfen, ihre persönlichen Favoriten zu finden. Bei ihnen schnitten vor allem Raatz, Ritter und Lopens gut ab. Andere Besucher, ein junges Paar aus Sanitz, hoffen jetzt auf weitere Infos. Für sie sind einige Kandidaten hervorgestochen, allerdings werde am Wahlsonntag wohl das Bauchgefühl entscheiden, hinter welchem Namen das Kreuz gemacht wird.

„Spätestens am 17. Februar nachts wissen wir, wer der Gewinner ist“, sagte der amtierende Bürgermeister Joachim Hünecke (FDP) in Hinblick auf eine Stichwahl.