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Zwischen Warnemünde und Diedrichshagen E-Buslinie kommt frühestens 2019

Von tohi | 17.08.2018, 08:00 Uhr

Pilotbuslinie zwischen Warnemünde und Diedrichshagen soll frühestens im nächsten Jahr eingeführt werden.

Die geplante Einführung einer Pilotbuslinie mit Elektrofahrzeugen zwischen Warnemünde und Diedrichshagen wird frühestens im nächsten Jahr Realität. Darüber informiert die Verwaltung die Bürgerschaft in einer Vorlage. Grund sei das langwierige Antragsverfahren für Fördermittel: „Da für eine europaweite Ausschreibung und Beschaffung von Elektrobussen eine Zeitdauer von mindestens zwölf Monaten erforderlich ist, ist eine Umsetzung des Pilotprojektes im Seebad Warnemünde im Jahr 2018 nicht mehr realistisch“, heißt es in dem Papier.

Ende April hatte die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) zusammen mit den Partnern Rebus und Nahverkehr Schwerin eine Fördermittelanfrage beim Bundesumweltministerium eingereicht. Ziel sei die Anschaffung von insgesamt sieben Elektrobussen. Zwei von ihnen will die RSAG testweise im Ostseebad einsetzen. Bis zu 80 Prozent der Mehrkosten für diese deutlich teureren Fahrzeuge und ihre Ladeinfrastruktur könnte der Bund übernehmen. In der Anschaffung sind die Elektrobusse mit 600 000 Euro pro Stück noch doppelt so teuer wie herkömmliche Dieselfahrzeuge.

Vor rund einem Jahr testete die RSAG schon einmal einen Elektrobus auf der Linie. Das damalige Modell der Firma Sileo aus Salzgitter war zwölf Meter lang und bot 41 Sitz- sowie 38 Stehplätze. Nach Angaben des Unternehmens lag die Energierückgewinnungsrate des Modells bei bis zu 75 Prozent. Das Grundprinzip beruhe darauf, dass der Fahrmotor die Bremsenergie als Generator in elektrische Energie umwandelt, die wieder in die Batterien gespeist wird.