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Warnemünde Ein Fisch-Motiv gestaltet

Von Maria Pistor | 08.05.2013, 10:13 Uhr

Die Warnemünder haben ihre eigene Art, Zugezogene in ihre Mitte aufzunehmen.

Wenn an die so genannten "Berliners", wie Urlauber und Zugezogene schon seit jeher von den Warnemündern bezeichnet werden, ein Auftrag vergeben wird, ist das sozusagen als ein menschlicher Ritterschlag zu werten.

Anfrage als Ehre empfunden

Künstlerin Anke Tölle hat jetzt eine Chance bekommen, ihre Kunst erstmals an öffentlicher Stelle im Seebad zu präsentieren. Die Galeristin und Malerin vom Georginenplatz ist vorgeschlagen worden, Motive zur Gestaltung eines von vier Blindfenstern an der Bodenstation vom Leuchtturm zu entwerfen. "Das war für mich eine große Ehre, als ich beim Leuchtturm-Verein Motive einreichen durfte", sagt die Wahl-Warnemünderin, die ihren früheren Beruf Optikerin für die Kunst an den Nagel gehängt hat.

Fische sind eines ihrer Lieblingsthemen und so wurde auch ein solches Motiv für das mittlere der drei Fenster ausgewählt. Inzwischen hat auch Olaf Hobrlant seine beiden Fenster zum Thema Seenotrettung gezeichnet. Der Leuchtturm-Verein hat die Kosten für die Farben der beiden Künstler übernommen und zahlt auch den Schaukasten, der die Warnemünder und Urlauber über verschiedene Veranstaltungen informieren soll.

"Es ist ein sehr schönes Gefühl, etwas in und für Warnemünde gestaltet zu haben", sagt Tölle, die seit drei Jahren im Ostseebad lebt und im vorigen Jahr ihre Galerie am Georginenplatz eröffnet hat.

Zu Pfingsten sind die Ateliers geöffnet

Hier wird sie auch zu Pfingsten mit ihrer Nachbarin, der Weberin Ines Heinrich, Sonntag und Montag von 11 bis 17 Uhr die Ateliertür öffnen. Das sind alles Dinge, die helfen, in der neuen Heimat noch heimischer zu werden. "Und mich freut es, wenn die Warnemünder mich auch mit diesem Bild verbinden und nicht nur mit meiner Hündin Frida", sagt die Besitzerin eines Golden Labradoodles schmunzelnd.

Die Malerin hat den Schritt nie bereut, nach Warnemünde gezogen zu sein. Und dass es jetzt auch dieses Bild von ihr gibt, verstärkt ihr Heimatgefühl. "Und beim Malen haben sich ganz viele Leute dafür interessiert", sagt sie.