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Hansa-Profis fest entschlossen, das Problem zu bewältigen Ein halbes Tor pro Spiel ist zu wenig

Von Peter Richter | 05.10.2011, 08:13 Uhr

Durchschnittlich ein halbes Tor pro Spiel - so kann der FC Hansa die Klasse nicht halten. Damit es mit dem ersehnten ersten Saisonsieg klappt, müsste mindestens mal ein 1:0 über die Zeit gebracht werden.

Durchschnittlich ein halbes Tor pro Spiel - so kann Fußball-Zweitligist FC Hansa die Klasse nicht halten. Damit es mit dem ersehnten ersten Saisonsieg klappt, müsste allermindestens schon mal ein 1:0 über die Zeit gebracht werden. Doch einen kostbaren Vorsprung zu behaupten haben die Rostocker in den bislang zehn Partien schon dreimal nicht vermocht. Der nächste Anlauf erfolgt am Freitag, 14. Oktober (18 Uhr DKB-Arena), gegen 1860 München.

Jänicke: "Mal das umsetzen, was wir trainieren"

Mittelfeldwirbler Tobias Jänicke kann 2011/12 bis jetzt auf einen Treffer und zwei Vorlagen verweisen (wenn der herausgeholte Freistoß, der beim 1:1 in Dresden zur Führung führte, mitzählt). Damit ist er der momentan beste Scorer des FC Hansa und müsste vielleicht am ehesten die Fragen beantworten können: Lässt sich das Problem fehlender Durchschlagskraft bzw. mangelhafter Chancenverwertung in einer zweiwöchigen Punktspielpause "wegtrainieren"? Und wird sich die gegenwärtige Blockade lösen, sobald der erste Dreier - möglichst mit mindestens zwei erzielten Toren - erst im sicheren Hafen ist?

Der 22-Jährige sagt: "Das wird man dann ja sehen. Erzählt wurde genug. Wir machen das nicht erst seit einer Woche. Wichtig ist, dass wir mal das umsetzen, was wir trainieren. Der Wille ist entscheidend, unbedingt das Tor machen zu wollen." Es fehle nur dieses Erlebnis, einen Dreier zu holen. "Das brauchen wir, optimal mit zwei oder drei Toren, und dann können wir hoffentlich den Schwung mitnehmen", so Jänicke.

Weilandt: "Mit aller Gewalt die Dinger reindrücken"

Auch Tom Weilandt hat in dieser Saison schon einen Treffer vorbereitet und meint zum Thema: "Man kann den Abschluss üben und dadurch sicherer werden, aber die richtige Sicherheit erhält man, wenn man im Spiel ein Tor macht. Fußball ist auch Kopfsache. Wir müssen das jetzt hinkriegen, mit aller Gewalt die Dinger reinzudrücken. Es wäre eine Befreiung, wenn man ein Tor erzielt oder ein paar mehr und das dann nach Hause fährt. Mit einem Sieg wäre vieles leichter, und der muss jetzt kommen."

Der 19-Jährige hat es derzeit besonders schwer, denn er versäumt, wenn vormittags Übungseinheiten angesetzt sind, natürlich die Schule: "Vorher habe ich ab 7.45 Uhr in Englisch und Mathematik Nachhilfe. Von den anstehenden Arbeiten habe ich einen Großteil nachgeschrieben und darüber hinaus eine Semesterverlängerung beantragt. Es ist nicht einfach, aber ich versuche es hinzukriegen. Wobei Fußball mein Primärziel ist." Wird nur am Nachmittag trainiert, besucht der Schüler der 13. Klasse am Christophorus-Gymnasium, der 2012 sein Abitur machen will, bis 13.30 Uhr ganz normal den Unterricht.

Perthel: "Schaffen wir das zweite Tor, läuft es"

Für Timo Perthel - ebenfalls Mittelfeldspieler mit Offensivqualitäten - "ist es einfach so, dass zehn nicht gewonnene Spiele eine extreme Misserfolgs-Serie sind und dass bei uns jetzt der Knoten platzen muss. Ich glaube, wenn wir in einer Partie erst einmal das zweite Tor schaffen, läuft es."

Perthel setzte gestern genau wie der ebenso angeschlagene Peter Schyrba erneut mit dem Training aus. Coach Peter Vollmann hingegen stand wieder auf dem Platz: "Die Antibiotika wirken."

>> HANSA INTERN

Training: Donnerstag 14 Uhr

Freitag bestreitet der FC Hansa wie berichtet einen Test gegen den dänischen Erstligisten FC Midtjylland, von dem u. a. der ägyptische Nationalspieler Mohamed Zidan vom Deutschen Meister Borussia Dortmund stammt. Der Eintritt für die Partie, die um 15 Uhr auf dem Trainingsplatz an der Kopernikusstraße beginnt, ist frei.

Marek Mintál kommt Sonntag zurück nach Rostock und wird ab Montag wieder im Mannschaftstraining erwartet.