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Lichtenhagen-Dorf Ein Treffpunkt soll entstehen

Von Kindlera | 09.06.2017, 12:00 Uhr

Kirchengemeinde will Scheune zu Begegnungszentrum umbauen. Fördermittel sollen beantragt werden #wirkoennenrichtig

Den Plan, die alte Scheune bei der Kirche in Lichtenhagen-Dorf in ein Begegnungszentrum umzugestalten, hat die Kirchengemeinde schon seit etwa drei Jahren. Nun soll er endlich in die Tat umgesetzt werden. Beim gestrigen Besuch des Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) in der Gemeinde ging es für die Mitglieder des Kirchengemeinderates vor allem um die verschiedenen Möglichkeiten der Förderung.

„Wir wollen die Scheune oben und unten barrierefrei ausbauen mit einem großen Saal. Derzeit haben wir einen kleinen Gemeinderaum im Obergeschoss, der nur über eine Treppe zu erreichen ist“, beschreibt Pastorin Anke Kieseler das Vorhaben. Etwa eine Million Euro soll der Umbau kosten. „Wir haben nicht viel an Eigenmitteln“, so Kieseler, „Der Kirchenkreis hat etwa 150 000 Euro. Deswegen haben wir Fördermittel beantragt.“ Über das LEADER-Programm hofft die Kirchengemeinde auf einen Zuschuss von 400 000 Euro. „Bei dem Programm hat man gute Aussichten auf eine Förderung“, bestätigt Stein. Auch eine Splittung des Projektes in mehrere Bereiche sei, so der Bundestagsabgeordnete, eine weitere Möglichkeit, Zuschüsse zu generieren. Gerade im Bereich Mehrgenerationen-Vorhaben bestünden gute Optionen. „Es gibt auch Projektförderungen“, fügt Stein an. „Es ist jetzt aber schon alles vorbereitet und läuft auch an“, gab die Pastorin zu bedenken.

Knut Heller vom Kirchengemeinderat hofft, dass im Frühjahr 2018 mit den Umbauten begonnen werden könne. Etwa zwei Jahre Bauzeit werden insgesamt angesetzt. Denn: „Wir werden erst einmal nur den unteren Teil ausbauen“, erklärt Hans-Peter Stuhr vom Kirchengemeinderat. Hier soll unter anderem ein großer Saal entstehen, der auch von den ortsansässigen Vereinen genutzt werden kann. „Wir haben zwar ein Gemeindezentrum in Elmenhorst, aber hier in Lichtenhagen-Dorf fehlt noch etwas“, sind sich die Mitglieder des Kirchengemeinderates einig. „Das Interesse an Räumlichkeiten bei den Vereinen hier im Dorf ist da. Das haben wir bei einer Umfrage herausgefunden“, sagt Jörg Wulff.

Die Scheune, in der sich auch drei Wohnungen befinden – nur eine wird derzeit noch bewohnt –, soll ein Ort werden, der für alle zugänglich ist, so Kieseler, mit Saal, Küche, Büros und verschiedenen Räumen für Jugendliche und Vereine.