Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock/Gedser Einmal Nykøbing und zurück

Von Dana Bethkenhagen | 29.04.2011, 07:48 Uhr

Unsere nördlichen Nachbarn sind ab sofort noch bequemer zu erreichen: Das ab Sonntag gültige "Easy-Way-Ticket" ermöglicht fortan eine Fahrt von Rostock über eine dreiteilige Reisekette in das dänische Nykøbing Falster - mit einer einzigen Fahrkarte.

Mitwirkende an dem Projekt sowie deutsche und dänische Vertreter aus Politik und Wissenschaft testeten gestern schon einmal die Reise mit dem neuen Kombi-Ticket.

Vom Kröpeliner Tor und dem Hauptbahnhof Süd aus verkehrt ab Sonntag der neue Shuttlebus der Linie 40, der die Reisenden direkt bis an den Fähranleger nach Gedser am Überseehafen bringt. Von dort aus müssen die Reisenden nur noch auf die Scandlines-Fähre umsteigen, die nach knapp zwei Stunden dänischen Boden erreicht. Die gestrige Testfahrt bewies: Das Konzept geht auf. Pünktlich erreichte der Shuttlebus den Fähranleger und ebenso pünktlich lief auch die Fähre "Prins Joachim" aus dem Rostocker Hafen aus. Nach einer ruhigen Fahrt erreichten die Fahrgäste Gedser, wo bereits der Shtuttlebus der Linie 740 wartete, um die Reisenden weiter in das Landesinnere, nach Nykøbing Falster, zu bringen. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Roland Methling (parteilos), sagt: "Von einer solchen Verkehrsanbindung mit nur einem Ticket träume ich seit 20 Jahren."

Alle zwei Stunden verkehrt die neue Buslinie 40 zwischen dem Überseehafen und der Rostocker Innenstadt und das täglich von montags bis sonntags. Der Bürgermeister der dänischen Gemeinde Guldborgsund, John Braedder, begrüßte die deutschen Gäste überschwänglich am Anleger. Er sagte: "Ich finde es großartig, dass wir zusammenarbeiten. Damit sind wir der lebende Beweis für eine funktionierende Europäische Union." Die Reederei Scandlines erhofft sich durch das Kooperationsprojekt wieder mehr Landgänger. Scandlines-Sprecher Frank Havemann sagt: "Die fehlenden Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Anlegern haben bisher viele Fußgänger abgeschreckt."