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Eishockey REC-Coach: Saisonziel bleibt Platz im oberen Mittelfeld

Von Arne Taron | 09.11.2018, 15:37 Uhr

Wegen Länderspielpause ist am Wochenende frei. Zeit für ein Zwischenfazit mit Christian Behncke, Trainer des REC.

Aktuell steht Platz sechs zu Buche – zufrieden?

Sicher hätte die Punkteausbeute im Optimalfall noch etwas besser sein können, denn wir hatten das eine oder andere Spiel dabei, in dem wir späte entscheidende Gegentore kassierten, aber ich denke, insgesamt können wir mit dem bisherigen Abschneiden sehr zufrieden sein. Unsere neue, zusammengewürfelte Mannschaft fand recht schnell zueinander. Das Ziel für den weiteren Saisonverlauf muss es sein, konstant gute Leistungen abzurufen.

Die Liga scheint etwas ausgeglichener zu sein als in den Jahren zuvor.

Das kann man so unterschreiben. Bestes Beispiel war zuletzt, dass Meister Tilburg die Preussen aus Berlin zu Hause erst nach Verlängerung bezwingen konnte. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, und das ist gut so. Für die Rückrunde erwarte ich, dass sich die Tabelle weiter zusammenschiebt.

Nach dem 2:9 in Essen zeigte die Mannschaft eine tolle Reaktion mit zwei Siegen gegen die Hannover Indians sowie dem Erfolg gegen Halle – da kommt die Pause eher ungelegen?

Nach dem Essen-Spiel war klar, dass uns so etwas nicht wieder passieren darf. Wir wollten definitiv umgehend eine Reaktion zeigen, und das haben wir eindrucksvoll getan. Da kann man auf die Mannschaft schon stolz sein. Trotzdem ist die Pause gut für uns. Es ist wertvolle Zeit, um zu regenerieren nach diesem anstrengenden und intensiven ersten Saisonteil.

Selbst Verletzungen und Matchstrafen hat das Team zuletzt gut weggesteckt.

Das ist richtig – wir konnten das als Team kompensieren. Wenn die gesperrten Spieler zurückkommen, werden wir noch stärker und schwerer auszurechnen sein. Viktor Beck hat seine Strafe abgesessen, Thomas Voronov muss noch zwei Spiele absitzen. In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass auch die jungen Spieler in dieser Zeit Verantwortung übernahmen und starke Leistungen zeigten. Bestes Beispiel dafür war der Alleingang von Sebastian Brockelt über das ganze Feld zur zwischenzeitlichen 5:1-Führung beim 5:2 gegen Halle.

Wird sich im Kader in dieser Saison noch etwas tun?

Aktuell ist da nichts geplant. Sollten sich zwei, drei Spieler verletzen, ist natürlich klar, dass wir etwas tun müssen und werden. Bis 30. Januar hätten wir da Zeit, eventuell noch etwas zu unternehmen. So ein kleiner Kader kann auch erfrischend und positiv wirken. So war es bei uns bislang in den meisten Spielen.

Wird das Saisonziel nach dem guten Saisonstart neu ausgerichtet?

Nein. Das Ziel bleiben ganz klar die Play-offs und ein Platz im oberen Tabellenmittelfeld. Wir befinden uns momentan auf einem guten Kurs.

Wie bewerten Sie die Kooperation mit Ihren spielenden Co-Trainern Tomas Kurka und Greg Classen?

Am Anfang war es natürlich noch etwas holprig. Jeder hat seine Eigenarten, und wir mussten uns alle kennenlernen. Aber mittlerweile sind wir ein sehr gutes Team. Das spiegelt sich dann auch in den Leistungen der Mannschaft wider. Tomas und Greg sind sehr engagiert und bringen ihre Ideen voll ein.