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Handball Macht am Sonnabend den Traum wahr!

Von Peter Richter | 31.05.2019, 18:48 Uhr

Es geht um den Aufstieg in die 2. Bundesliga für die Männer des HC Empor im Relegations-Rückspiel bei der HSG Konstanz.

Sie sind nach bisher 33 Saisonpartien platt, kriechen trotz in den 1980 Spielminuten erlittenen zahlreichen Blessuren förmlich auf dem Zahnfleisch, doch die Akteure des HC Empor Rostock haben trotz des 31:31 gegen die HSG Konstanz aus dem Hinspiel in der Relegation ihren Traum vom Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga noch nicht aufgegeben, können ihn am Sonnabend ab 20 Uhr in der Konstanzer Schänzle-„Hölle“ perfekt machen. „Warum sollen wir nach dem 27:27 bei Eintracht Hildesheim, das die Voraussetzung für unseren Titel in der 3. Liga Nord war, und dem 24:23 in der ersten Relegation in Krefeld nicht die HSG Konstanz aus allen Träumen reißen? Ich bin bereit, nach einem Empor-Sieg mit Trikot und großer Fahne in den Bodensee zu gehen“, sagt der glühende HCE-Fan Olaf Bernert.

Seine Zuversicht nimmt er auch aus der Partie zum Aufstieg in die 3. Liga zwischen dem OHV Aurich und dem Stralsunder HV (30:30). OHV-Coach Sven Seidler hatte seine Mannen nach der klaren 20:12-Halbzeitführung gewarnt, „Teams aus dem Osten geben niemals auf“, aber nur ein müdes Lächeln geerntet…

Aus dem gleichen Holz ist der HC Empor Rostock geschnitzt. Soll sich doch Konstanz nach dem Motto „Land unter, Luft raus in Rostock nach dem Hinspiel“ in Sicherheit wähnen...

HCE-Trainer Till Wiechers wird sich auf das Bedingungslose-Kampf-Gen der letztmals für die Hansestädter auflaufenden Michael Höwt (lässt seine leistungssportliche Laufbahn beim Bad

Doberaner SV ausklingen), André Meuser (wechselt zu Bayer Dormagen) und Ole Schramm (ein Jahr Sélestat Alsace Handball/Frankreich) verlassen können. Den haben auch die beiden Mehlers,

Leon und Dennis, sowie Maximilian Schütze, Fabian Haasmann und Robert Wetzel intus. Selbst Wiechers’ „Mitbringsel“ aus dem Norden Schleswig-Holsteins sind nicht anders gestrickt.

Von A bis Z, Asmussen bis Zboril, eint die Rostocker ein Wille: Noch einmal Schmerz vergessen, voll Speed im nun vierten Endspiel geben. „Meine Spieler sind nach dem bitteren ersten K. o. gegen Krefeld wieder aufgestanden. Das werden sie nach der mit dem Meistertitel überragenden Saison auch ein zweites Mal. Abgerechnet wird erst nach dem Schlusspfiff“, sagt Wiechers.

Also, HC Empor: Zähne zusammenbeißen! Zeigt, wie standhaft eine norddeutsche Eiche sein kann! Rennt euch die Lunge aus dem Hals!