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Nach 35 Jahren Erstes Emu-Küken im Zoo Rostock geboren

Von Redaktion svz.de | 14.06.2018, 20:45 Uhr

Das Geschlecht des tierischen Nachwuchses ist bisher noch nicht bekannt. Bei den Vögeln brütet der Papa und übernimmt auch die Aufzucht.

Premiere in Rostock: Nach 35 Jahren Zucht kann der Zoo jetzt die Geburt eines Emu-Kükens vermelden. Zum ersten Mal seit Beginn der Haltung dieser Tierart im Jahr 1983 ist Nachwuchs geschlüpft. Und das bereits am 22. Mai. Weshalb die Nachzucht bisher noch nie gelang, lässt sich nur mutmaßen. „Ein Grund für die schwierige Familienplanung bei diesen Laufvögeln könnte die ursprüngliche Heimat Australien sein. Emus sind die einzigen Vögel, die im Winter balzen und Eier legen. Kälte und Schnee sind aber keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brut“, erklärte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. Im Rostocker Zoo haben die Emus einen beheizbaren Stall zur Verfügung, sodass der Vater bei Temperaturen von mindestens 15 Grad brüten konnte. Das männliche Tier – der fast dreijährige Max – übernimmt bei dieser Art auch die Kükenaufzucht. Dafür ist das Duo in einen geschützten Bereich des Wildhund-Geheges umgezogen, während Mama Speedy – die vor 16 Jahren im Tiergarten Nürnerg schlüpfte – wie gewohnt mit den Bennett-Kängurus die Anlage teilt.

Das Geschlecht des Kükens ist zwar noch nicht bekannt, jedoch hat es seit seiner Geburt bereits etwa das Doppelte an Größe zugelegt. Der kleine Emu hat guten Appetit: Auf dem Speiseplan stehen Obst, beispielsweise Äpfel und Birnen, Gemüse wie Salat, Gurke, Möhre oder gekochter Brokkoli und Pellets. Inzwischen pickt das Küken auch schon Gräser von der Anlage oder kleine Insekten, die es findet.