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Handball Fast wäre Tim Völzke noch das Siegtor gelungen

Von Bernd-Dieter Herold | 29.09.2019, 23:14 Uhr

28:28 im Spitzenspiel der 3. Liga Nord-Ost: HC Empor Rostock und Aufsteiger TuS Vinnhorst bleiben ungeschlagen.

Das war ein Handball-Krimi pur. Besser hätte das „Drehbuch“ nicht geschrieben werden können. Bis zum Abpfiff durch die souverän leitenden Referees Julian Lauenroth (Lübeck) und Arne Surrow (Kiel) stand das Duell der in fünf Partien der 3. Liga Nord-Ost ungeschlagenen Vertretungen des HC Empor Rostock und TuS Vinnhorst Spitz auf Knopf.

Drei Sekunden vor Schluss kamen die Hansestädter noch einmal in Ballbesitz. Auszeit von HCE-Coach Till Wiechers, kurze Absprache, ein langer Ball auf Tim Völzke, dessen Wurf aber abgeblockt wurde. Es blieb beim 28:28 (15:16).

Till Wiechers lobte hinterher sein Team, sich nach Rückschlägen immer wieder herangekämpft zu haben. Er sagte aber auch: „In der Integration der neuen Spieler besitzen wir noch Reserven. Das gerade in kritschen Situationen.“

In der Tat wurde hier manche falsche Entscheidung in einer Partie getroffen, in die die Hausherren über die Stationen 4:0 (6.) und 7:3 (12.) sehr gut gestartet waren. In der Folge zeigte sich aber, dass der Aufsteiger über ausgebuffte Spieler verfügt. Erstmals zogen sie in der 18. Minute in Front zum 11:10, gaben Rostocks Defensive doch einige Rätsel auf.

„Das war ein echtes Spitzenspiel mit einem gerechten Ausgang“, befand Empor-Kapitän Robert Wetzel. „Keine Mannschaft hatte eine Niederlage verdient. Wir waren nicht besser, aber auch nicht schlechter. Bis in die letzte Sekunde ging es hin und her. TuS Vinnhorst mit seinen erfahrenen Spielern war ein echter Prüfstein. Sie haben uns gezeigt, an welchen Punkten es noch zu arbeiten gilt. Toll, wie wir uns mit Unterstützung der Fans wieder herangekämpft haben.“

Rostock: L. Mehler, Wetzel – Ottsen 3, Schütze 3, Völzke 3, D. Mehler, N. Witte 5/2, Asmussen 1, Haasmann 1, Tobeler 3/2, Kohnagel 4, Diringer 5, L. Witte (nicht eingesetzt), Zboril (n. e.), Mehrkens (n. e.)

Vinnhorst: Räbiger, Anders, Hartmann – Freitag 3, Otto 6, Beyer, Borgmann 1, Eichenberger 3, Sauß, Bormann 3, Kirchmann, Lemke, Mazic 6/2, Müßner, Pollex 6

Siebenmeter: Rostock 6/4, Vinnhorst 4/2

Zeitstrafen: Rostock 8, Vinnhorst 14 Minuten + Disqualifikation Mazic nach Tätlichkeit an Ottsen (50:58)

Schiedsrichter: Lauenroth/Surrow (Lübeck/Kiel)

Zuschauer: 685