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Fußball-Landesliga Bis in die Nachspielzeit war Warnemünde Tabellenführer

Von Peter Richter | 14.04.2019, 20:23 Uhr

Der TSV Graal-Müritz führt in der Staffel West beim FC Schönberg, vergibt beste Chancen und verliert noch unglücklich.

Vom 23. Spieltag der Fußball-Landesligen:

Staffel West

Doberaner FC – SG 03 Ludwigslust/Grabow 4:0 (0:0)

Die Münsterstädter bleiben 2019 unbezwungen. Abgesehen vom 2:2 gegen den PSV Wismar war dies bereits der sechste Sieg.

André Grenz spielte trotz starker Erkältung und lieferte einen lupenreinen Hattrick ab. Es waren seine Saisontore 26 bis 28.

Ronny Susa (DFC): Wir hatten erneut personelle Probleme, uns fehlten zehn Leute. Dennoch waren wir gut auf den gegen den Abstieg kämpfenden Gegner eingestellt, agierten sogar etwas überhart – vier gelbe Karten sind für uns ungewöhnlich. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit sagte ich in der Pause, wir müssen geduldig sein, den Ball mehr in den eigenen Reihen halten, und wir haben es dann in der zweiten Hälfte richtig gut gemacht. Bedauerlich ist, dass Lukas Prange verletzt ausschied. Es scheint irgendwas im Oberschenkel gerissen zu sein. Ich befürchte, dass er länger ausfallen wird.

Doberaner FC: Scheibner – Eulner (74. Wähnke), Heilemann, Reinisch, Capito, Grenz, Garske, Wiencke, Nino Dowe, Düsing, Prange (78. Völschow)

Tore: 1:0 Düsing (50.), 2:0 Grenz (67.), 3:0 Grenz (70.), 4:0 Grenz (87.)

FC Schönberg – TSV Graal-Müritz 2:1 (0:1)

Reinhard Kempert (Abteilungsleiter TSV): Sogar die Schönberger gaben zu, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Mit zwei blauen Augen, habe ich zu ihnen gesagt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit vier glasklare Chancen. Da hätten wir das 2:0 machen müssen, und dann wäre Ruhe im Schiff gewesen. Und dann sieht unser Torwart, der vorher zwei-, dreimal richtig gut gehalten hat, beim 1:2 auch noch sehr unglücklich aus. Das ist wieder so bitter… Ich habe einen richtigen Hals, dass wir uns für so eine gute Leistung nicht belohnen konnten.

Graal-Müritz: Jagusch – Thedran, Rönsch, Schollmaier, Michallik, Belle, Kerschke, Remy (90. Bull), Seipel (80. Simon), Herrmann, Hermann

Tore: 0:1 Hermann (37.), 1:1 Komoss (86.), 2:1 Komoss (90.+2)

Lübzer SV – SV Warnemünde 1:3 (0:0)

Hätte Schönberg nicht noch gewonnen, wäre der SV Warnemünde – 14. Begegnung in Folge ohne Niederlage, 2019 siebenter Sieg im siebenten Spiel bei 28:2 Toren – jetzt Tabellenführer.

Eckerhard Pasch (SV Warnemünde): In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Das war sehr zäh gegen einen kompakten Kontrahenten. Lübz hat versucht, mit aggressivem Zweikampfverhalten unser Spiel zu zerstören. In der zweiten Hälfte lief es besser. Da hätten wir noch ein, zwei Treffer mehr machen können. Zwei Tore wurden uns wegen Abseits nicht gegeben. Das 3:1 resultierte aus einem von der Mauer abgefälschten Freistoß und war der erste richtige Torschuss der Lübzer.

SV Warnemünde: Ronny Peters – Benduhn, Stein, Becksmann, Schäfer (76. Telemann), Martin Ahrens (27. Trutwig), Borchert (51. Schröder), Apitz, Hojenski, Mahlke, Koop

Tore: 0:1 Becksmann (64.), 0:2 Trutwig (69.), 0:3 Telemann (80./Handelfmeter), 1:3 Ohlrich (83.)

SV Plate – SC Parchim 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Shehada (49.), 1:1 Schultz (77.), 2:1 Randow (84.)

SpVgg Cambs-Leezen Traktor – PSV Wismar 0:5 (0:2)

Tore: 0:1 Raffel (5.), 0:2 Lewetzow (21.), 0:3 Raffel (78./Elfmeter), 0:4 Raffel (82.), 0:5 Raffel (87.)

FC Seenland Warin – Hagenower SV 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Grewe (7.), 0:2 Grewe (46./Elfmeter), 0:3 Greitens (60.)

SG Dynamo Schwerin – SV Blau-Weiß Polz 4:1 (1:0)

Tore: 1:0 Lingk (15.), 2:0 Pataman (53.), 3:0 Grube (66.), 4:0 Lingk (73.), 4:1 Weidmann (82./Elfmeter)

FC Mecklenburg Schwerin II – FC Anker Wismar II 3:5 (3:3)

Tore: 0:1 Serweta (7.), 1:1 Panahi (14.), 2:1 Tim Schwarz (21.), 2:2 Tim Schwarz (21./Eigentor), 3:2 Panahi (26.), 3:3 Plawan (37.), 3:4 Plawan (63.), 3:5 Ehlert (90.+2)

Staffel Ost

Laager SV 03 – FSV Mirow/Rechlin 2:3 (1:2)

Andreas Knoch (Laage): Vielleicht war das ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Nicht Mirow war stark, sondern wir waren schwach. Das Spiel fängt an, die stellen sich hinten rein, wir bilden einen Kreis wie beim Handball und denken, das wird ein Selbstläufer. Als wir dann nach dem 2:2 mit Gewalt das 3:2 erzielen wollen, machen wir dem Gegner das dritte Geschenk, wieder durch einen individuellen Fehler. Diese Partie wurde im Kopf entschieden. Wir hatten zuviele Spieler, die sonst ihre Leistung bringen, aber diesmal unter ihrem Level blieben.

Laage: Großmann – Bartusch, Tommy Schwarz, Pieper, Schwedt, Wiegold, Ronny Klein (33. Heinrich), Hinz, Renzsch, Fabian Knoch (45.+2 Wöstenberg), Christian Klein

Tore: 0:1 Winkler (16.), 1:1 Ronny Klein (19./Foulelfmeter), 1:2 Klingebiel (45.+2), 2:2 Heinrich (69.), 2:3 Kuchenbecker (73.)

Penzliner SV – PSV Rostock: Gäste nicht angetreten (wird 3:0 gewertet)

Jan Krüger (PSV): Wir wussten von vornherein, dass es wegen Arbeit, Urlaub & Co. an diesem Wochenende personell knapp wird. Nachdem sich dann auch noch Sebastian Bräuer einen doppelten Bänderriss im rechten Sprunggelenk zuzog und drei Krankheitsfälle dazu kamen, waren wir am Ende mit Zusammenkratzen von Spielern aus der „Zweiten“ und „Dritten“ zu sechst. Wir haben alles versucht, noch was zu drehen, mussten dann aber Freitag Früh Penzlin informieren, dass wir keine Mannschaft zusammenbekommen und nicht antreten können.

SV Hafen Rostock – SV Blau-Weiß 50 Baabe 1:1 (0:1)

Mark Bresemann (Hafen): Wir waren fußballerisch besser, haben aber zu wenig gemacht. In der ersten Halbzeit hat mir die Leidenschaft gefehlt. Die kommen einmal richtig vors Tor und bestrafen uns mit dem 0:1. So ist das, wenn du drei Spiele in Folge gewinnst, den 5:2-Sieg aus dem Hinspiel im Hinterkopf hast und dann mit einer gewissen Lockerheit da reingehst. Aber alles gut. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen (der SV Hafen ist Aufsteiger – d. Red.). Wir sind weder Utopisten noch Fantasten, wir bleiben realistisch. Wichtig ist, wir haben wieder nicht verloren und einen Punkt geholt.

SV Hafen: Andreas Möller – Götzke, Liedtke (78. Ramdoun), Ohm, Glomba – Wittek (69. Frett), Bjarne Richter (69. Theo Schumacher) – Frenzel, Höhndorf, Assmann – Gebeler

Tore: 0:1 Lipp (7.), 1:1 Frett (80.)

Penkuner SV Rot-Weiß – FSV Blau-Weiß Greifswald 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Ehrke (12.), 2:0 Czyzewski (49.), 3:0 Ehrke (50.)

VFC Anklam – FC Einheit Strasburg 1:5 (1:2)

Tore: 1:0 Siebrecht (24.), 1:1 Gurni (27.), 1:2 Max Mülling (40.), 1:3 Kornak (62.), 1:4 Kornak (75.), 1:5 Dau (83.)

Gelb-Rot: 90. Anklam

Greifswalder FC II – SV Nordbräu 78 4:1 (2:0)

Tore: 1:0 Felgenhauer (20.), 2:0 Greinert (40.), 3:0 Badwal (52.), 4:0 Grunow (64.), 4:1 Frost (83.)

SV Jahn Neuenkirchen – SG Karlsburg/Züssow 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Henkel (11.), 0:2 Bischoff (62.), 0:3 Eichelkraut (78.)

VfL Bergen – SV Siedenbollentin 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Bollow (46.)