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Kröpeliner-Tor-Vorstadt Faszination für den Weltraum teilen

Von Dana Bethkenhagen | 11.04.2010, 06:51 Uhr

Heute vor 49 Jahren startete der sowjetische Kosmonaut Yuri Gagarin als erster Mensch ins All.

Um diesen Aufbruch in den Weltraum zu würdigen, feierten die Rostocker am Sonnabend in den Räumen der "Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie" ihre erste "Yuris Night". Professor Hartmut Pfüller von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock hat den Anstoß für diesen modernen Gedenktag gegeben und in Zusammenarbeit mit dem Kulturkombinat "Bunker" sowie den NNN als Medienpartner ein buntes Programm für alle Weltraum-Fans zusammengestellt. Für die Kleinsten galt es Raketen und Flugzeuge zu basteln, während die Eltern und Großeltern dem umfangreichen Vortragsprogramm lauschten.

Als Ehrengäste begrüßten die Veranstalter den europäischen NASA-Botschafter und Ehren-Astronaut Hans-Joachim Roloff sowie den langjährigen Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums Berlin, Professor Dieter Bernhard Herrmann. Der ehemalige Moderator der Wissenschaftssendung "AHA" des DDR-Fernsehens konnte den Besuchern ein umfassendes Wissen über alle Facetten von Raumfahrt und Astronomie vermitteln. In seinem Vortrag "Das Hubble Space Teleskop - Superauge ins Weltall" berichtete der Experte von den neusten Techniken bei der Erkundung des Alls. Holger Björkquist vom Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg Vorpommern hat sich in seinem Vortrag auf den Aufbruch ins Raketenzeitalter in unserem Bundesland beschäftigt und konnte viele Zuhörer dafür begeistern. Bernd Lietzow vom Astronomischen Verein Rostock beschäftigte die Frage, was die Raumfahrttechnik in Zukunft für Entwicklungen nehmen wird. Hierbei betrachtete er die enormen technischen Fortschritte vom Wostok-Raumschiff, mit dem Gagarin seine erste Mission unternahm, bis hin zur Raumstation "ISS". Ein anderer Vortrag widmete sich dem Thema "Faszinierende Satellitenbilder - Vom Bild zur Geo-Information". Passend dazu war eine Ausstellung zu sehen, die Weltraumfotografien zeigte. Auch Raketenmodelle wurden ausgestellt und faszinierten die Besucher. Der elf Jahre alte Wolfgang Bötcher interessiert sich schon sehr lange für den Weltraum und dessen Erkundung. Auf die "Yuris Night" in Rostock freute er sich darum umso mehr. Gemeinsam mit anderen Kindern bastelte er an seiner Rakete. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Kulturkombinats "Bunker" halfen bei der Umsetzung der Anleitung. Für Wolfgang war der Bau der Rakete jedoch kein Problem. "Ich habe schon einige Modelle gebaut und weiß, worauf es ankommt." Nach Fertigstellung der Raketen aus Papier zündeten die Kinder gemeinsam mit Jan Mantau vom Unternehmen "Rostock System-Technik" die Treibsätze und konnten sehen, wie exakt ihre Bastelarbeiten geschnitten und geklebt wurden. Wolfgang war am Ende mit seiner Arbeit zufrieden. Für die Kinder, die keine Rakete, sondern ein Flugzeug gebaut haben, galt es dieses in einem Wettbewerb möglichst weit gleiten zu lassen. Der Gewinner konnte sich über ein Space-Quiz freuen.

Einmal selbst ein Astronaut sein - Davon träumen viele Kinder. Zumindest für einen kurzen Augenblick wurde diese Wunschvorstellung für kleine Weltraum-Fans Wirklichkeit. Anna-Lena ließ sich vor einer Weltraumkulisse fotografieren und schlüpfte so zumindest optisch in einen Astronauten-Anzug.

Zum Abschluss der ersten "Yuris Night" in Rostock zeigten die Veranstalter den Film "Fliegerkosmonauten - Space Sailors". Für die jüngere Generation ging es im Anschluss an den Film noch zur "Space-Party" im "ST-Club". Dieser modern gestaltete Gedenktag für den Aufbruch ins All soll im kommenden Jahr zum 50. Jahrestag in die zweite Runde gehen. Der Besucherandrang ist größer ausgefallen, als die Veranstalter erwartet hatten. Das beweist, dass die Faszination Weltraum immer noch so groß ist wie vor 49 Jahren.