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Shorttrack Aufatmen: Finanzierung von Arian Nachbar geklärt

Von Peter Richter | 12.12.2019, 17:30 Uhr

Vernünftige Lösung gefunden: Landessportbund stellt den Rostocker Shorttrack-Trainer ein, weitere „Player“ unterstützen.

Frohe vorweihnachtliche Kunde aus Schwerin: Die weitere Finanzierung von Trainer Arian Nachbar und damit die Zukunft des Shorttrack in Rostock ist für 2020 gewährleistet. So lautet das Ergebnis eines kompetent besetzten Meetings.*

Zugegen war auch Matthias Kulik. Der Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG verwies darauf, dass – falle die Trainerstelle Nachbar weg – die leistungssportliche Arbeit auf längere Sicht auch auf Bundesebene zusammenbrechen würde, denn Rostock sei die wichtigste Lebensader des deutschen Shorttrack neben Dresden. Kulik stellte auch die Möglichkeit in Aussicht, dass Rostock unter bestimmten Voraussetzungen wieder Bundesstützpunkt werden könnte.

„Das war für den Landessportbund und den Olympiastützpunkt MV ein ganz wichtiges Signal“, so Mario Bäumler, der als Rostocker Stützpunktleiter Shorttrack sowie als Vertreter des Landeseissportverbandes MV der Sitzung beiwohnte.

Der entscheidende Schritt während der Beratung kam von Landessportbund-MV-Geschäftsführer Torsten Haverland: Der dreimalige Olympia-Teilnehmer Arian Nachbar könne bei der LSB gGmbH angestellt werden, es möge aber geprüft werden, inwieweit weitere Unterstützer den LSB finanziell entlasten könnten. Dafür wurde vom Verein, dem ESV Turbine, und von der Hansestadt Rostock zusammen Hilfe in Höhe von knapp 10 000 Euro zugesagt.

„Es ist bei dem Meeting in konstruktiver, proaktiv zukunftsgewandter Weise eine hervorragende, vernünftige Lösung gefunden worden. Wir sind sehr dankbar“, atmete auch Mario Bäumler auf und fügte hinzu: „Unser Dank gebührt vor allem der zielgerichteten Tätigkeit des LSB und allen weiteren ,Playern‘, die ihre Unterstützung signalisiert haben.“

Arian Nachbar selbst reagierte ebenfalls erleichtert: „Mir fällt schon ein Stein vom Herzen, dass es erst mal weitergeht, und ich bin froh, dass der Landessportbund kurzfristig eine Lösung gefunden hat.“

Am Donnerstag flog der 42-Jährige gemeinsam mit seinen Schützlingen Betty Moeske, Svea Rothe, Yaron Brandes und Theo Häupl von Berlin-Schönefeld nach Turin zum Starclass-Wettkampf der Altersklassen Junior A und B.

Neben den im Text Erwähnten waren u. a. auch Peter Anders, Vorsitzender des ESV Turbine, Michael Evers (Leiter des Olympiastützpunktes MV), Mike Knobloch (Abteilungsleiter im Amt für Schule und Sport der Hansestadt Rostock), vom Stadtsportbund Rostock dessen Geschäftsführer Andreas Röhl sowie Karsten Kolbe (Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Hochschule und Sport der HRO) bei dem Meeting in Schwerin anwesend.