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Marienehe Förderung für Fischereihafen blockiert

Von Reiner Frank | 27.05.2013, 07:14 Uhr

Die Landes-Förderung für den Ausbau der Infrastruktur im Fischereihafen ist blockiert.

Diese schlechte Nachricht überbrachte jetzt Hafen-Geschäftsführerin Daniele Priebe. Eine bislang anderweitig genutzte Halle soll für die Lagerung von Schüttgütern umgebaut werden. Außerdem werden die Sanierung der Liegeplätze 4 und 5 sowie die Ausrüstung und die Befestigung von etwa 10 000 Quadratmetern Operationsflächen angesteuert. Das Land würde die Infrastrukturmaßnahmen mit Fördermitteln von etwa 3,2 Millionen Euro unterstützen, erklärt Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Schweriner Verkehrsministerium. Aber nur, wenn das Problem mit dem angekündigten Gewinnabzug durch die Hansestadt nicht wäre. Die Förderung ist nun erst mal gestoppt, denn zwischen Stadt und Land herrscht eine Differenz darüber, wie mit Gewinnen aus kommunalen Unternehmen umzugehen ist, die Fördergeld erhalten haben. Ulbrich appelliert an alle Beteiligten, sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam eine Lösung anzusteuern, um die positive Entwicklung im Fischereihafen fortzusetzen. Gleichlautend positionierte sich auch Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU). Auch sie sei gegen die Blockade, weil diese das Wachstum der Infrastruktur des Fischereihafens aufhalte.

Beim 14. traditionellen Heringsessen im Fischereihafen kamen jetzt solche Themen auf den Tisch. Aber auch positive Entwicklungen wurden hervorgehoben. "Dank des neu hergerichteten Liegeplatzes 2 konnten die Möglichkeiten des Hafens ausgebaut werden", sagt Hafen-Geschäftsführerin Daniele Priebe. Sie verweist auf den neuen Mantsinen-Kran, mit dem die Kranfahrer die Umschlagsleistungen weiter erhöht hätten. 850 000 Tonnen wären im vergangenen Jahr nach einigen Durststrecken und einer Aufholjagd zum Jahresende an den Kais in Marienehe umgeschlagen worden. In diesem Jahr setze sich das nahtlos fort, stehen bislang schon fast 425 000 Tonnen zu Buche. Großen Anteil daran hat der Holzumschlag. Für eine Umschlagsmenge von monatlich 40 000 bis 50 000 Festmeter sorgt allein die Firma HBR Wood Logistic von Hans-Heinrich Borstel. An manchen Tagen wären zwei Schiffe zugleich mit Industrieholz abzufertigen. Monatlich rollen fast 40 Güterzüge zu Zellstoff- und Spanplattenwerken und auch die Sägeindustrie will mit Rohware versorgt sein. Daneben geht auch Kaolin, Getreide, Dünger und Roheisen über die Kaikanten, wird am erweiterten Kühlhaus auch verstärkt wieder Fisch umgeschlagen.