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Mein Verein Freude, Spaß und Geselligkeit

Von SUSA | 29.07.2018, 16:00 Uhr

Dancing Waves tanzen immer mittwochs. Immer neue Choreografien – auch zu aktuellen Titeln aus den Charts.

Jeden Mittwoch – auch bei Wind und Wetter – treffen sich die Dancing Waves im Garten oder in den Räumlichkeiten des Bauernhauses in Biestow, um dort rund zwei Stunden gemeinsam zu tanzen. Nicht leise oder gar still, sondern mit kräftigen Schritten zu einer bestimmten Choreografie. Selbst das feste Aufstampfen gehört zu ihren Tänzen dazu.

„Dieser Gruppentanz macht einfach Spaß und er hält Körper und Geist fit“, versichert Carmen Selle, die sich jeden Mittwoch nach der Arbeit zu den tanzenden Wellen gesellt. Zu ihnen gehören 15 Frauen und zwei Männer, die im Alter zwischen 55 und 75 Jahren sind und die einfach Spaß am gemeinsamen Gruppentanz haben. Die Chemikerin, die Lehrerin oder Krankenschwester, teils bereits im Ruhestand, haben Hunderte Tänze einstudiert. Während ihres wöchentlichen Trainings werden auch fast vergessene wieder geprobt und neue einstudiert.

„Sich die Schrittfolgen entsprechend der einzelnen Choreografien zu merken, das ist nicht ganz so einfach. Da muss man voll und ganz bei der Sache sein“, sagt Marlies Koschorreck, die mit ihren Mitstreitern nicht nur Tänze aus den Bereichen Country und Pop trainiert, sondern auch ganz aktuelle Hits, die gerade in den Charts laufen, einstudiert. Vorausgesetzt, eine entsprechende Choreografie ist vorhanden. Fündig werden die Tänzerinnen und Tänzer im Internet, wo die jeweiligen Schrittfolgen zu bestimmten Titeln nachzulesen sind.

„Wir haben uns als Gruppe 2005 gefunden. Damals haben einige von uns an Kursen der Seagulls, die den Linedance nach Rostock gebracht haben, teilgenommen“, sagt Carmen Selle. Andere Interessenten sind hinzugekommen, sodass die Dancing Waves sehr bald mit Bravour erste Auftritte meisterten. Gern gesehene Gäste waren sie zur Hanse Sail oder bei Rostock tanzt. Aber auch bei Familenfeiern sorgten sie für tolle Stimmung. „Vor drei Jahren haben wir beschlossen, nicht mehr öffentlich aufzutreten. Für unsere vorwiegend älteren Mittänzer wurde das einfach zu anstrengend“, erklärt die 55-Jährige.

Haben die Dancing Waves in den vergangenen Jahren zu den Tänzen passende Kleidung getragen, ist das heute nicht mehr so wichtig. „Wenn wir hier unter den alten Bäumen im Garten des Biestower Bauernhauses trainieren, zählen Äußerlichkeiten nicht. Es geht einfach um Freude und Spaß, um Geselligkeit“, sagt Günther Peters.

Denn neben der wöchentlichen Probe pflegen die Dancing Waves auch ein sehr gutes Miteinander über ihre Tanz-Leidenschaft hinaus. So unternehmen sie gemeinsame Ausflüge beispielsweise per Rad in den Hütter Wohld, organisieren die jährliche Weihnachtsfeier und freuen sich auf das Fest im Garten einer Mittänzerin. „Und natürlich wird auch bei solchen Gelegenheiten getanzt – und wenn es in der Jägerhütte ist“, sagt Carmen Selle, die sich im Namen ihrer Mitstreiter besonders bei Marianne Niekrenz bedankt. Die Inhaberin des Biestower Bauernhauses, wo sich die Gruppe vor 13 Jahren gründete, hat seither immer ein offenes Ohr für die Belange der Tänzer.