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Ein Artikel der Redaktion NNN

25. Hanse Sail „Fröhliche Bilder aus Rostock“

Von ANNS | 10.08.2015, 07:00 Uhr

Sail-Chef Holger Bellgardt zieht im NNN-Interview Bilanz und schwärmt von Großseglern unter Vollzeug

Wie schätzen Sie die Stimmung ein, was war Ihr ganz persönliches Highlight?
Die Stimmung war bis zum Ende ausgelassen. Mein persönlicher Höhepunkt ist der Morgen, wenn die Sail erwacht. Aber auch die Fahrt auf der „Thor Heyerdahl“ war ein besonderes Erlebnis. Generell ist es wunderbar, wenn so viele tolle Schiffe aufeinandertreffen. Das schönste Bild für mich entstand, als die „La Grace“, die „Etoile du Roy“ und die „Trekroner“ unter Vollzeug in Warnemünde einliefen – das ist ein toller Gruß der Kapitäne und zeugt von hoher Seemannschaft.

Die L 22 wurde zeitweise gesperrt. Ist das neue Verkehrs- und Sicherheitskonzept aufgegangen?
Wer gesehen hat, wie voll es besonders abends im Stadthafen ist, der weiß, wie wichtig die Sperrung war. Vor allem zur Sicherheit der Gäste und um Unfälle zu vermeiden. Durch die Sperrung sind auch keine Verkehrsbehinderungen entstanden. Die Hanse Sail wächst Jahr für Jahr, daher war es wichtig, uns auch verkehrstechnisch anzupassen. Ich gehe davon aus, dass wir die zeitweilige Sperrung im nächsten Jahr ähnlich handhaben werden.

Läuft die Planung für die 26. Hanse Sail bereits?
Ja, die ist schon in vollem Gange. Wir halten alles, was uns positiv oder negativ auffällt, in diesem Jahr fest und lassen es in die neue Planung mit einfließen. So werden wir immer besser. Die ersten großen Traditionsschiffe haben sich auch bereits angemeldet. Beispielsweise die „Statsraad Lehmkuhl“, das größte norwegische Traditionsschiff. Sie war lange nicht in Rostock und hat von sich aus mit uns Kontakt aufgenommen.

Einige Schiffe wie die russischen „Sedov“ oder „Mir“ lagen in nicht zugänglichen Bereichen am ehemaligen Werftgelände. Muss die Anzahl der Teilnehmerschiffe in Zukunft begrenzt werden?Im Stadthafen ist der Tiefgang begrenzt. Für Großsegler haben wir zudem auch in Warnemünde nur eine begrenzte Kapazität. Damit werden wir zwangsläufig leben müssen. Wir müssen aber auch damit rechnen, dass einige Schiffe nicht mehr kommen, solange sie nicht in einem öffentlich zugänglichen Bereich liegen könen. Ein Beispiel ist die „Sedov“, die ihre Teilnahme allerdings erst als letztes Schiff überhaupt zugesagt hat. Ich rechne es dem Schiff aber dennoch sehr hoch an, dass es trotzdem nach Rostock gekommen ist. In Zusammenarbeit mit der Hero suchen wir nach einer Lösung. Eine Schiffbegrenzung ist meines Erachtens aber keine Option.