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Vereine in Rostock Gefragte Gesundheits-Experten

Von SUSA | 03.06.2018, 08:00 Uhr

Verein Rostocker Sportfreunde kümmert sich um die Fitness und das Wohlbefinden seiner Mitglieder.

Der Verein Rostocker Sportfreunde ist im März 2007 gegründet worden. Heute zählt er rund 220 Mitglieder im Alter von 35 bis 90 Jahren, von denen rund zwei Drittel Frauen sind. „Aber die Männer holen auf, sind zunehmend gesundheitsbewusster“, stellt Manfred Jaskulski fest. Der Sport- und Vereinskoordinator betreut als Fachübungsleiter für Rehabilitationssport 17 Rehabilitationssportgruppen, in denen Wasser- sowie Trockengymnastik und Reha-Schwimmen organisiert werden. Zudem haben Interessenten die Möglichkeit, im Verein an Präventionskursen Aquajogging und Nordic Walking teilzunehmen, der wie andere Maßnahmen durch die B-Lizenz auch von Krankenkassen bezuschusst wird. „Die Teilnehmer in unseren Kursen werden immer jünger. Stress, Bewegungsmangel und oft auch falsche Ernährung machen sich bemerkbar“, weiß Jaskulski.

Der gelernte Motorenschlosser und ehemalige Boxer, der zu DDR-Zeiten bei den Deutschen Meisterschaften Medaillen gewann, suchte nach der Wende nach neuen beruflichen Herausforderungen. „Ein Umzug in den Westen kam für mich nicht infrage. Deshalb war der Kontakt 2001 zum Dachverband für Reha-Sport, der einen Sportkoordinator suchte, für mich sehr entscheidend. Denn so habe ich den Weg zum Gesundheitssport gefunden“, sagt der Rostocker. Mit Unterstützung durch Dr. Monika Knauer und Vernando Reich haben sich für Manfred Jaskulski Perspektiven ergeben.

Eine der vordringlichsten Aufgaben war es, den Fachübungsleiterabschluss für Reha-Sport abzulegen, um in einem Verein als Trainer arbeiten zu können. „Dieser Job war zeitlich begrenzt. Und so habe ich mich in Sachen Gesundheitssport selbstständig gemacht und verschiedene Gruppen aufgebaut“, erinnert sich Manfred Jaskulski an eine spannende Zeit. Die Gründung des Vereins Rostocker Sportfreunde Jahre später sei eine logische Schlussfolgerung gewesen. „Die Nachfrage ist immens. Vor allem nach Wassergymnastikkursen. Neben dem gesundheitlichen und sportlichen Aspekt darf man auch die soziale Komponente nicht unterschätzen. Viele Vereinsmitglieder leben allein, für sie ist der Kurs besonders wichtig“, weiß Jaskulski aus vielen persönlichen Gesprächen.

Zumal sich das Vereinsleben nicht nur auf den Sport beschränkt. Denn längst sind zwischen den Sportfreunden persönliche Freundschaften entstanden. Darüber hinaus können die Mitglieder an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen. „Wir treffen uns regelmäßig zu Bowlingabenden in Lütten Klein, gestalten Sommerfeste, freuen uns auf das jährliche Eisbeinessen im Stralsunder und auf die Weihnachtsfeier im Carlo 615. Und wir organisieren Tagesausflüge, während denen wir oft gleich mit zwei Bussen unterwegs sind“, gibt Manfred Jaskulski einen Einblick in das rege Vereinsleben. In bester Erinnerung sind ihm die einwöchigen Reisen mit der Nordic Walking-Gruppe in den Harz, wo Sport, Gesundheit und Geselligkeit miteinander kombiniert worden sind.

„Wenn mir einer meiner Sportfreunde nach einer gewissen Zeit stolz berichtet, dass er die Treppen wieder steigen kann und sich deutlich besser fühlt, dann ist das für mich der schönste Lohn. Denn die Gesundheit zu erhalten, sie zu verbessern und dabei noch Spaß zu haben, das ist das Ziel des Vereins“, sagt der 60-Jährige, der an den Ruhestand noch längst nicht denkt. Vielmehr ist er immer auf der Suche nach weiteren Wasserflächen für die Kurse und nimmt an Lehrgängen teil.