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Warnemünde Gegen Wildparker am Leuchtturm aktiv

Von MAPP | 04.05.2018, 12:00 Uhr

Zwei Ämter setzen dem Befahren des Vorplatzes quasi einen Riegel vor.

Der Leuchtturmvorplatz steht seit Langem massiv in der Kritik der Warnemünder. Ständig wird das repräsentative Areal zugeparkt. Die Menge der abgestellten Fahrzeuge lässt die Fläche manchmal wie einen ausgewiesenen Stellplatz erscheinen.

Das ignorante Verhalten hat verschiedene Gründe, vermutet Andreas Bechmann, der Chef von Rostocks Kommunalem Ordnungsdienst (KOD). „Es hat hier einen Wechsel bei den Verkehrszeichen gegeben“, erklärt er. Früher war das Zeichen 239 aufgestellt, das besagt, dass es sich um einen reinen Fußweg handelt. Damals durften auch keine Fahrräder die Promenade befahren. Mit dem Wechsel zum Schild 325 ist die Promenade kein reiner Fußweg mehr. Außerdem gibt es eine Verknappung der Parkplätze, dazu kommt die Baustelle zwischen Seestraße und Straße Am Leuchtturm, die das Beliefern nicht mehr zulässt und das bringt Lieferanten durchaus in Schwierigkeiten.

Weil das Vorgehen vieler Kraftfahrer aber immer dreister wird, wird der KOD-Chef jetzt gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsanlagen handeln. „Wir haben in einem Arbeitsprozess die Idee entwickelt, dass jetzt Bügel an den abgesenkten Bordsteinen der Promenade in der Seestraße das Befahren verhindern“, kündigt er an. Das Projekt soll zeitnah umgesetzt werden. „Es hat etwas mit Sicherheit zu tun, gerade bei den vielen Veranstaltungen, die hier in dem Bereich abgehalten werden“, so Bechmann. Er denkt, dass das Vorhaben noch zu dieser Saison umgesetzt wird. Für Rettungsdienste sind die Bügel abnehmbar.

Auch sonst sind der KOD-Chef und sein Team auf den Sommer vorbereitet. „Wir werden wieder etliche Saisonkräfte dazu bekommen“, sagt Bechmann. Die werden im verlängerten Schichtdienst bis 21 Uhr arbeiten. Er ist froh, dass er mit Dienstgruppenleiterin Astrid Dierkes eine so erfahrene und kompetente Mitarbeiterin im Team hat. Sie wird von den Saisonkräften gern zu Rate gezogen und beauftragt oft das Abschleppen. Sie kennt die Probleme und Tricks im Ostseebad nach den vielen Jahren ganz genau, weiß aber auch, dass durch die Verknappung der Parkräume vieles schwerer geworden ist. Ohne Fingerspitzengefühl funktioniert ihre Arbeit trotzdem nicht. Beim Thema Abschleppen muss rechtlich alles wasserdicht sein, damit die Entscheidungen bei Gerichtsverhandlungen Bestand haben und nicht anfechtbar sind. Im Zusammenhang mit dem Parken bedauert Warnemündes Chefpolitesse: „Es ist schade, dass das Parkhaus am Molenfeuer bisher noch zu wenig genutzt wird“.