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Schwerer Unfall nahe Rostock Geisterfahrer rast auf A19 frontal in Urlauberfamilie

Von Stefan Tretropp | 06.06.2015, 21:34 Uhr

Im Radio lief gerade die Warnung vor dem Falschfahrer auf der Autobahn, da krachte es.

Schwerer Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 19 bei Rostock. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, war am Sonnabendabend ein Senior am Steuer eines Mitsubishi verkehrt auf die Autobahnauffahrt Rostock-Süd gefahren. In entgegengesetzter Richtung setzte der ältere Mann, der allein im Fahrzeug unterwegs war, seine Fahrt über mehrere Hundert Meter fort - noch ohne Zusammenstoß. Kurz nachdem die Geisterfahrer-Warnung über den Verkehrsfunk lief - so berichteten Augenzeugen des Unfalls - kam es zum schweren Unglück.

Auf Höhe der Abfahrt Rostock-Ost krachte der Mitsubishi auf dem Überholstreifen frontal in den VW Passat einer Urlauberfamilie aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg. Beide Fahrzeuge schleuderten kurz nach dem Zusammenstoß in die Leitplanke und blieben einige Meter voneinander entfernt stehen. Zahlreiche dahinter kommende Autofahrer stoppten sofort ihre Fahrt und leisteten erste Hilfe. Der Unfallverursacher konnte aus seinem Mitsubishi leicht verletzt gerettet werden. Auch ein Insasse im VW Passat, der beim Unfall offenbar aus dem Wagen geschleudert wurde, erlitt wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen. Insgesamt wurden bei dem Unfall vier Personen verletzt.

Zahlreiche Rettungswagen, ein Notarzthubschrauber, die Berufsfeuerwehr sowie Landes- und Autobahnpolizei kamen dank der perfekt angeordneten Rettungsgasse zügig zum Einsatz. Ein Hund, der sich im VW befand, wurde von der Tierrettung in eine Tierklinik befördert. Die Autobahn 19 wurde für etwa eineinhalb Stunden zwischen Rostock-Nord und Rostock-Süd gesperrt.

Wie die Polizei mitteilte, berichteten mehrere Zeugen, dass sie dem Geisterfahrer ausweichen mussten. Mehrere Verkehrsteilnehmer hätten dem Falschfahrer die Gelegenheit gegeben, auf den Standstreifen zu fahren. Das habe er aber nicht gemacht.