Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Warnemünde Geldregen für die Schulsanierung

Von MAPP | 05.08.2018, 16:00 Uhr

Bauarbeiten in der Heinrich-Heine-Grundschule in vollem Gange. Minister Christian Pegel überbringt Zusage über 5,1 Millionen Euro.

Auf der Baustelle der Heinrich-Heine-Schule hat es am Freitag hohen Besuch gegeben: Energieminister Christian Pegel (SPD) überreichte einen Fördermittelbescheid in Höhe von knapp 5,1 Millionen Euro für das Vorhaben. „Wir sanieren ein Denkmal mit europäischem Geld“, sagt der Minister in Richtung der Europa-Skeptiker.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht mit der Entscheidung, wie wir hier vorgehen, gerade in Bezug auf die Interimslösung“, ergänzt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). „Wir haben uns für die teuerste, aber sicherste Variante mit der Interimslösung in der Parkstraße entschieden“, sagt er. Drei Varianten wurden geprüft, zwei mussten wieder verworfen werden. Für die gewählte Variante mit Containern musste die Stadt eine weitere Million aufschlagen.

„Momentan läuft am alten Schulgebäude die Altlastensanierung mit Entfernung der asbestbeschichteten Rippenheizkörper, die Entfernung der Leuchtstoffröhren, des Schornsteins und Sperrpappe“, sagt Andreas Rieck, technischer Leiter des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE).

Der Neubau entsteht aus Stahlbeton und erhält eine Putzfassade, der Treppenhausturm wird in einer Alu-Glaskonstruktion errichtet. Draußen wird der Schulhof für die 200 Mädchen und Jungen der Heinrich-Heine-Grundschule aufgewertet. Es werden dort zwei moderne Spielgeräte für die Pausen und die Hortzeit errichtet, darunter gibt es einen federnden Boden zur Sicherheit der Kinder. „Die Sicherheit ist uns auch sehr wichtig und der Untergrund mit Steinen war dafür nicht geeignet“, betont KOE-Chefin Sigrid Hecht. Wenn der Umbau eines Denkmals auch teurer sei als bei einer Standardschule, so sei es ein verantwortungsvoller Umgang mit einer historischen Bausubstanz, die mit dem Neubau um die fehlenden räumlichen Kapazitäten erweitert werde.

„Gerade auch das Thema Barrierefreiheit mit einem Aufzug war uns wichtig“, sagt Minister Pegel. Die Aula sowie die Mensa bieten sich zudem außerhalb der Schulzeit zur Nutzung für andere Zwecke im Stadtteil an. „Und auch da benötigen wir für Sitzungen und Menschen mit Handicap unbedingt einen Fahrstuhl“, erklärt Pegel.