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Rostock Gesund bleiben im Alter

Von hnie | 30.05.2018, 12:00 Uhr

Senioreninformationstag im Heizhaus klärt über sportliche Betätigung, Kneipp-Konzept und Lebensmittel auf

Zum fünften Mal hat das Stadtteil und Begegnungszentrum (SBZ) die Südstädter und Biestower zum Senioreninformationstag ins Heizhaus eingeladen. „Gesundheit im Alter – Stadtteile im Wandel“, so das große Thema im Jubiläumsjahr der Hansestadt. Kristin Schünemann, Koordinatorin für Gesundheitsförderung, Robert Sonnevend, Projektleiter von Länger leben im Quartier, und Erika Drecoll, Vorsitzende des Seniorenbeirates, erklärten das Anliegen der Veranstaltung und machten neugierig auf die folgenden Darbietungen und Kurzvorträge.

Heidi Rempel, eine sportliche Seniorin, begann mit ihrer kleinen Gruppe und stellte die neue Trendsportart aus China vor: Taiji Bailong Ball. War das Zauberei? Wie kann ein mit bunten Bändern geschmücktes Etwas in Größe und Aussehen eines Tennisballs am Schläger haften, als sei er mit Klett oder einem Magnet fixiert? Das mit Gummi bespannte Rackett und der nicht springende, mit Sand gefüllte Ball machen es möglich. Schwungvoll-elegante Drehungen und tänzerische Bewegungen zu musikalischen Klängen aus Fernost vermittelten eine Leichtigkeit, die wenig mit Sport und Anstrengung zu tun haben dürfte. Aber es scheint eben nur so. Heidi Rempel hat ihre Ausbildung und die Trainerprüfung in China gemacht und ist überzeugt, dieser Sport kann auch im hohen Alter noch ausgeübt werden.

Bianca Lüth vom Pflegeheim Südhus stellte den Kneipp-Verein Rostock vor. Rund 600 Kneipp-Vereine und über 160 000 Mitglieder gibt es in der Bundesrepublik und die Pflegeheime Südhus in der Brahestraße 40 und Zum Erlenholz 8 laden zu interessanten Vorträgen und Mitmachaktionen rund um die Gesundheit ein. Von selbst gemachter Naturkosmetik über „Kneipp-kulinarisch“ bis zum Schnupperkurs Konzentrative Entspannung ist für jeden Kneipp-Interessierten etwas dabei.

Die Verbraucherzentrale hatte sich des Themas Lebensmitteleinkauf im Wandel angenommen. Wie hat sich das Essverhalten im Laufe der Geschichte verändert? Fast jeder Ältere kennt es aus eigener Erfahrung: Nach dem Mangel der Kriegs- und Nachkriegsjahre leben die Menschen heute in einer Zeit des Überflusses. Aber was ist gesünder? Was tut ihnen gut?

Nun kann es trotz Gesundheitsvorsorge und bestem Willen irgendwann passieren, dass ohne Hilfe ein selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich ist. Die Berater des Pflegestützpunkts waren mit einem Aktionsstand im SBZ, und die AOK Nordost in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin stellten ihr Angebot Pfiff – Pflege in Familien fördern – vor. Beratungs- und Schulungsangebote für pflegende Angehörige, Freunde oder Nachbarn sollen für die psychisch und körperlich schwere Aufgabe stark machen. Stark machen, die Seele entlasten – das möchten auch die Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bewirken. Hier können Leid, Freude und Schmerz mit anderen Menschen geteilt werden, denen es ähnlich geht. Die Pflegenden fühlen sich verstanden und aufgehoben. Wer sich informieren möchte, wann und wo die Zusammenkünfte stattfinden, sollte mit Robert Sonnevend Kontakt aufnehmen.

Kontakt: 0381/12 74 44 60