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Mecklenburg-Vorpommern Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

Von afro | 28.10.2011, 10:06 Uhr

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) würden sich die Angriffe auf Polizisten im Nordosten häufen. „Dabei gehen die Täter immer brutaler vor", sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Silkeit.

Zum Zeichen der Trauer um ihren getöteten Kollegen in Augsburg werden viele Polizisten auch in Mecklenburg-Vorpommern ihre Einsatzwagen mit Trauerflor schmücken, hieß es am Freitag bei die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Der 41 Jahre alte Beamte war in der Nacht zu gestern in Augsburg von zwei Unbekannten bei einer Routinekontrolle erschossen worden.

Nach Ansicht GdP würden sich die Angriffe auf Vollzugsbeamte auch im Nordosten häufen. "Dabei gehen die Täter immer brutaler vor", sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Silkeit im Gespräch mit unserer Redaktion. Bis zu fünf Jahre Haft fordert die GdP für alle, die Vollstreckungsbeamte unvermittelt angreifen.

Zwar erfasst die Kriminalstatistik "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte". Ein Lagebild über die Gewalt gegen Polizistin insgesamt wird vom Innenministerium jedoch erst neu erarbeitet. Erschossen wurde in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern zum Glück kein Polizist. Zu den brutalsten Vorfällen gehört unterdessen die Falle, in die vor knapp zwei Jahren drei junge Männer eine Funkstreifenbesatzung in Greifswald mit einem fingierten Notruf lockten. Am "Tatort" angekommen, wurden die Beamten mit Brandsätzen beworfen. Im Mai dieses Jahres rammte ein polnischer Autodieb auf der A 20 einen Motorradpolizisten und floh vom Unfallort.